Review

Hier haben wir jetzt einen Kultfilm, der seine Präsenz wohl durch die Indizierung erlangte. Die Story wirkt einfach und sehr krank. Spannungsarm setzt sich ein langatmiger Faden durch das Geschehen und bietet dem Zuschauer eine Langatmigkeit, wie man sie selten erlebt hat. Aufgemischt mit ein paar netten Splattereffekten (man erinnere an die Kopf-ab-Szene gleich zu Anfang des Films oder an die zwischen die Beine geschlagene Axt) hält dieser Film dennoch wach. Die Idee der Rahmenhandlung bietet eine Menge Platz für ausgefeilte Foltermethoden. Dennoch wurde keine Quälerei entsetzlich in die Länge gezogen. Ob das jetzt gut oder schlecht ist, kann man wohl nicht beurteilen. Im Prinzip findet sich hier die "Gut-gegen-Böse-Story" wieder, die hier aber auf anderer Ebene verzeichnet werden sollte.

Die Darsteller wirken allesamt unerfahren und gleichen sich den Charakteren der Vorlage deutlich an. Die beiden Brüder machen einen brisanten und recht lustigen Eindruck. Durch sie lockert sich das angespannte Verhältnis des Films etwas auf. Die Mutter überzeugt zudem auch. Man bekommt kaum Mitleid mit ihr, da sie eine Stärke und Kälte ausstrahlt. Und die drei Mädchen machen einen interessanten Eindruck. Sie versuchen, den restlichen Charakteren die Show zu stellen, scheitern aber an der Vorlage des Films.

Die wenigen Gore-Effekte machen einen eindringlichen Eindruck. Man sollte bei Begutachtung stets das Alter des Films betrachten. Die Storyline hätte aber sicherlich noch mehr Anspielfläche für etwas mehr Gore hergegeben. Aber dieser Platz wurde einfach nicht ausreichend genug genutzt. Zudem wirkt die Kamera leider zu altertümlich und fängt das Geschehen nicht eindrucksvoll ein.

Fazit: Viele Längen, wenig Gore und eine hauchdünne Story, besetzt mit soliden Charakteren. (3/10)

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