Chang Cheh’s „Heroes Two“ schließt nahtlos an seinen später inszenierten „Shaolin Temple“ an und zeigt zu Beginn die letzten Minuten des in Flammen stehenden Klosters und fliehende Mönche. Fu Sheng spielt hier den gleichen Charakter Fang Shih-yu (aka Fang Shiyu aka Fong Sai Yuk), ist hier aber bereits ein deutlich erfahrener und bekannter Kung Fu Kämpfer als zum gleichen Zeitpunkt im „Shaolin Temple“. Weitere Schauspieler, die auch dort auftreten, spielen hier ganz andere Rollen.
Nach der Vernichtung des Klosters, befinden sich die überlebenden Mönche und Schüler auf der Flucht und werden vom Mandschu General Che Kang und seinen Leuten verfolgt. Ihr wichtigstes Ziel ist der Kung Fu Meister Hung Hsi-kwan. Der naive Shih-yu lässt sich von einem Untergebenen des Generals dazu überreden den „Mörder Hung“ zu bekämpfen, sodass man ihn Gefangen nehmen kann. Als Shi-yu seinen Fehler bemerkt, setzt er mit anderen Rebellen alles daran Hung wieder zu befreien.
Wie man sieht, ist die Geschichte nicht sonderlich kompliziert und auch die Anzahl der Charaktere hält sich in Grenzen. Alles schön übersichtlich und simpel, leider aber auch nicht wirklich spannend. Fu Sheng’s Selbstmitleid nervt unendlich und die Tatsache, dass die meisten Probleme nur deswegen entstehen, weil die Leute erst prügeln und dann fragen, macht es auch nicht angenehmer. Etwas mehr buddhistische Ruhe, wie es in den Klöstern doch ausgiebig gelehrt wird und man kann sich etwas besser auf die eigentlichen Gegner konzentrieren.
Der Film wird vor allem durch seine Non-Stop Actionszenen vorangetrieben. Es vergehen keine fünf Minuten, ohne das es zu Handgreiflichkeiten kommt. Von den Knochenbrüchen mal abgesehen, hält sich die Gewalt aber in Grenzen und als zum Ende hin auch Speere und Schwerter zu Einsatz kommen, werden die etwas blutigeren Szenen in der mir vorliegenden HK DVD von Celestial mit einem roten Filter unkenntlich gemacht. Auf spektakuläre Todesszenen verzichtet der Film völlig. Die Kung Fu Szenen sind sauber inszeniert, aber auf lange Sicht zu routiniert und langweilen in der zweiten Hälfte fast schon. Zu viel ist auch nicht immer gut.
Zusammen mit ein paar absolut dämlichen Szenen, wie die ganze Tunnelbauaktion, ein eher durchschnittlicher Film, den man eigentlich nicht gesehen haben muss.