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Sie sind wohl das bekannteste Komiker-Duo, was je auf Zelluloid gebannt wurde: Stan Laurel und Oliver Hardy alias Dick und Doof. Zusammen haben sie schon jede Situation gemeistert und dieses Mal werden sie mit dem harten Militäralltag konfrontiert:

Unsere beiden Helden sind in Paris und Ollie hat sich unsterblich in eine schöne Französin verliebt. Leider ist die Angebetete verheiratet und aus Kummer möchte sich unser Westentaschencasanova in der Seine umbringen; Stan darf aus Sympathie auch gleich hinterher springen. Just in diesem Moment kommt ein Offizier, welcher der Mann von Ollies Flamme ist, vorbei, der den beiden vorschlägt in die Fremdenlegion einzutreten, da man dort die Gedanken an die verschmähte Liebe sofort vergessen würde. Gesagt, getan und so verschlägt es die Beiden nach Marokko zur Legion, wo sie schon bald in Ungnade ihrer Vorgesetzten fallen, da sie den Laden ordentlich aufmischen. Als sie dann auch noch nach wenigen Tagen wieder austreten wollen, platzt dem Kommandanten der Kragen und er lässt sie als Deserteure verhaften und zum Tode verurteilen. Doch die Beiden bekommen einen Tipp, dass es einen Tunnel geben würde, der von ihrer Zelle raus aus dem Lager führen solle. So brechen sie aus und werden nun vom kompletten Lager in einer wilden Hatz gejagt...

Die Geschichte bietet einen wunderbaren Rahmen für Slapstickeinlagen und Situationskomik, das was sie auszeichnet. Natürlich spielt hier auch die Harmonie zwischen den Akteuren eine große Rolle, welche hier wirklich sehr hoch zu sein scheint. So ist es immer ein Wechsel von Einem zum Anderen und die Schlagabtäusche die daraus resultieren sind einfach herrlich. Die Gags sind im Großen und Ganzen immer noch zündend. So ist besonders die Szene, in der sich Ollie umbringen möchte oder wo die Beiden die Wäsche waschen wirklich ausgezeichnet gelungen und der Zuschauer kann mal wieder herrlich Lachen. Im Gegensatz zu diesen hervorragenden Passagen bietet der Film jedoch auch einige, aus heutiger Sicht, überholte Einlagen. So finde ich zum Beispiel die Szene, in der sich Stan den Kopf andauernd an der Schräge stößt vielleicht noch bei den ersten zwei Malen lustig. Sie wirkt dann jedoch leicht ausgelutscht und unglaubwürdig, wenn er es immer und immer wieder macht. Und so gibt es immer wieder solche Nummern, bei denen man sich fragt, was daran wirklich lustig sein soll. Nichtsdestotrotz überwiegen hier die positiven Anteile und man wird über die sehr kurze Laufzeit von knapp 70 Minuten gut unterhalten.

Wie ich schon angesprochen habe, ist besonders das harmonische Auftreten von Hardy und Laurel eines der Erfolgsrezepte für ihre Filme. Der Eine kann sich auf den Anderen verlassen und so baut man die Nummern oft aufeinander auf. Schon durch ihr stark entgegensätzliches Aussehen sieht das Duo leicht skurril aus und man kann sich auch ohne ihre Nummern ein Schmunzeln nicht verkneifen. Bemerkenswert ist sicher auch ihre Spielfreude, welche durch kleine Gesangseinlagen, wie auch durch ihre Leichtigkeit im Spiel zum Ausdruck gebracht wird.

Musikalisch wird einem ein passender orchestraler Theme geboten, welcher die Bilder harmonisch unterstreicht, sei es durch etwas rasanteres, freudigeres Spiel in witzigen Passagen oder durch etwas melancholische Musik in den trübseligeren Szenen. Sie ist eigentlich immer am richtigen Platze.

Dieser Film ist kurzweilige Unterhaltung mit teilweise ausgezeichneten Gags aber auch leicht überholt wirkenden Einlagen. Trotz diesem Negativpunkt ist hier für kurzweilige Unterhaltung gesorgt und es handelt sich hierbei um ein sehr schönes Kontrastprogramm zu dem, was heute als Comedy und witzig empfunden wird.
Nicht nur für Fans der Beiden: 7/10

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