Review

Nachdem ich schon recht lange Zeit keinen Laurel & Hardy-Film mehr gesehen hatte stieß ich eher zufällig auf diesen Streifen, den ich bisher nicht kannte.
Voller Vorfreude auf Erinnerungen als uns Theo Lingen noch im ZDF die Abenteuer der ungleichen Herren Dick und Doof präsentierte schob ich die DVD in den Player.

Hauptfilm gestartet, auf dem Sofa die bequemste Position eingenommen starrte ich auf den Bildschirm. Doch das erwartete trat nicht ein...
Bereits der Vorspann offenbarte einiges von dem was mich erwartete. Nämlich viel sülziger Gesang, ein Film-Set, daß irgendwo zwischen schwarzweissem Zauberer-von-Oz und frühen Tarzan-Filmen angesiedelt ist und ganz, ganz wenig Laurel und Hardy (zumindest in den ersten ca. 45 Minuten).

Die ganze Story spielt im Wunderland (oder auch Spielzeugland, sofern man sich an der Übersetzung des Originaltitels orientiert). Fiesling Barnaby erpresst eine Oma, auf deren Haus eine Hypothek lastet. Bekommt er deren Tochter (oder Enkelin) nicht zur Frau verliert die Oma ihr klein Häuschen. Ollie und Stan, die Untermieter der Oma bieten sich an zu helfen, was natürlich total in die Hose geht. Nach viel Hin und Her kommt zwar alles ins Lot, aber der Weg bis zum Ende ist steinig (vor allem für die Zuschauer).

Wie schon anfangs erwähnt ist der Film mit einigen (für mich zumindest) kaum zu ertragenden Gesangseinlagen durchsetzt, die die ohnehin schon dürftige Handlung nur unnötig in die Länge ziehen. Dazu kommt noch die unseelige Location dieses Spielzeug-/Märchen-oder was-weiß-ich-Landes, die heutzutage einfach bloß noch nerven.
Das allerschlimmste aber war, daß die beiden Figuren, auf deren zeitlose Späße ich gewartet hatte zumindest in mehr als der ersten Hälfte kaum in Erscheinung traten. Was danach kommt ist für Laurel & Hardy-Fans bestenfalls unterer Durchschnitt und für meine Begriffe größtenteils wenig lustig.

Sicherlich war der Film für die damalige Zeit recht aufwendig produziert., Heute jedoch ist er bloß noch ein Relikt aus der Filmgeschichte, welches vielleicht in Ehren Staub angesetzt hat, aber besser in seiner wohlvergessenen Filmdose irgendwo in Hollywood liegen bleibt um vielleicht einmal irgendwelchen Filmstudenten zu zeigen, daß auch Laurel & Hardy ihre Durchhänger hatten.

Mein Fazit: Finger weg von diesem Film. Er nervt wirklich auf der ganzen Linie. Für alle diejenigen, die sich davon nicht abschrecken lassen noch ein kleiner Tip: Wenn Ihr Euch schon die DVD dieses Films kauft oder leiht, dann schaut Euch besser in den Extras den Kurzfilm über die Untermieter an. Der hat gerade mal 1/3 der Spielzeit des Hauptfilms, ist aber dafür mehr als 10x so lustig.
Eben so wie wir Stan und Ollie lieben - einfach unvergesslich!

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