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Mit Die Maske des Zorro hatte Regisseur Martin Campbell den in Schwarz gekleideten Kämpfer für die Unterdrückten sowie für die Gerechtigkeit eindrucksvoll zu neuen Leben erweckt. Da es auch an den Kinokassen ein sehr ordentliches Einspielergebnis gab, kehrte mit Die Legende des Zorro der Titelgebende Held sieben Jahre später zurück.


Das vorher von Mexiko kontrollierte Kalifornien wird seit dem Vertrag von Guadalupe Hidalgo vom US-Militär verwaltet. 1850 ruft der Gouverneur von Kalifornien das Volk dazu auf, darüber abzustimmen, ob das Land den Vereinigten Staaten als 31. Bundesstaat beitreten soll. In San Mateo versucht der Bandit McGivens eine Kiste mit Stimmzetteln zu stehlen, Zorro kann dies jedoch verhindern. Dabei verliert er kurzzeitig seine Maske, keiner der Banditen konnte ihn jedoch unmaskiert sehen, deshalb scheint für ihn alles in Ordnung. Allerdings wurde er von zwei Personen, Harrigan und Pike, heimlich beobachtet, die seine wahre Identität erkannt haben und am nächsten Tag seine Frau aufsuchen. Hinter Zorro steckt Don Alejandro de la Vega, der mit seiner Frau Elena und Sohn Joaquin für Außenstehende ein bürgerliches Leben führt. Da es noch drei Monate dauern wird, bis in ganz Kalifornien die Wahlen beendet sind, will sich Alejandro nicht an das seiner Frau gegebene Versprechen halten und sein gefährliches Leben als Zorro noch nicht aufgeben, was seine Frau verärgert. Alejandro wird zu seiner Überraschung am Tag darauf von Rechtsanwalt Phineas Gendler aufgesucht, der ihm im Namen seiner Frau eine Scheidungsklage überreicht. Drei Monate später lebt Alejandro getrennt von seiner Frau in einem Hotel. Alejandros kecker Sohn Joaquin hält seinen Vater für einen Schwächling und bewundert umso mehr Zorro, weiß jedoch nicht, dass Alejandro und Zorro dieselbe Person sind. Als Alejandro ein Fest des französischen Grafen Armand besucht, findet er zu seiner Verwunderung an dessen Seite seine ehemalige Frau Elena. Die beiden kennen sich bereits aus ihrer gemeinsamen Schulzeit in Spanien. Bei seinen Nachforschungen als Zorro stößt er nun auf ein Siegel mit der Inschrift Orbis Unum⁠(a), das zur Bruderschaft der Ritter von Aragon gehört. Harrigan und Pike entführen Alejandro in San Francisco und geben sich ihm gegenüber nun als Agenten der Detektiv-Agentur Pinkerton zu erkennen, die im Auftrag der US-Regierung arbeiten. Sie erklären ihm, dass Elena für die US-Regierung als Spionin arbeitet, die Armand bespitzeln soll. Man habe Nachrichten abgefangen, dass Armand eine neue Waffe entwickelt haben soll, die die Vereinigten Staaten zerstören kann....


Mit Campbell erneut auf dem Regiestuhl sowie Antonio Banderas als Zorro und Catherine Zeta-Jones als dessen Angebetete kehren die wichtigsten Beteiligten zurück vom Erstling, können aber nicht verhindern das das Niveau nicht erreicht wird, welches Die Maske des Zorro geboten hatte. 

So verzettelt sich der Film bzw dessen Drehbuch in zu vielen Dingen, weshalb der Spannungsbogen deutliche Schwächen aufweist, zumal auch die Laufzeit mit über zwei Stunden zu Buche steht, was gut 15 Minuten zu viel ist.


Immerhin sind die Schauspieler überzeugend, die Fecht und Action - Sequenzen aufwendig sowie gelungen wie schon im Erstling. Dazu sorgt eine gewisse Nebenfigur Namens Tornado für einige humorvolle Momente.

Unter dem Strich bleibt eine solide Fortsetzung, die trotz der genannten Vorzüge ein Vergleich mit dem Erstling nicht standhält und 6 Punkte bekommt. 

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