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Dass eine Anti-Drogen-Doku ausgerechnet bei Troma landet, sollte auf jeden Fall stutzig machen! Vielleicht liegt es ja daran, dass hier restlos alles wie geschauspielert und inszeniert wirkt und nichts mehr dem Zufall überlassen wurde... Dreckig und atmosphärisch ist dieser ungetrübte Blick in den Big Apple definitiv, aber auch bewegend oder gar niederschmetternd..? Dass der Film düsterer als "Trainspotting" und intensiver als die Sachen von William S. Burroughs sein soll, halte ich für keine gute Werbe-Tagline, um die "Story of a Junkie" interessanter zu machen. Dabei ist diese schräge Pseudo-Doku gar nicht mal frei von gewissen Unterhaltungswerten, jedoch genauso oft zum Kopfschütteln, wenn man auf echte Aufklärung aus ist.
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Keine Ahnung wie stark diese aufgekaufte Doku (?) von Troma nachbearbeitet oder ergänzt wurde. Sie passt auch in ihrer finalen Form überhaupt nicht ins sonstige Filmangebot der Trash-Hochburg. Es ist auch oft schwer zu sagen, was nun echt ist und was inszeniert. Sind die Diebe, Fixer und Pimps auf den Straßen alle real oder nur Schauspieler, die veranschauende Rollen spielen? Sind die Interviews einigermaßen authentisch? Jedenfalls ist dieser Film dunkel (nicht zwingend düster), trist und wirr und er zeigt uns absolut nichts, was wir uns nicht vorab denken könnten, wenn wir uns im Kopf Bilder zum Thema ausmalen. Das Gezeigte ist letztendlich auch nicht abschreckender als jede andere beliebige Antidrogen-Reportage und weder inhaltlich noch formell besonders interessant oder sehenswert. Niemandes Standpunkt zu Rauschgift wird sich hiernach ändern.