Review


Inhalt:

Irgendwo in China während einer früheren Epoche. Die kleine Fong Lin-I ist erst so ca. 7 Jahre alt, als ihr Vater Fong Tin Wei von der Verbrecherbande um die brutalen Mörder Chu Chung San (Tsai Hung), Ku Ling Tin (Miao Tian) und Chin Chan Yan (Lo Lieh) getötet wird.
Fong Tin Wei hatte dem Magistrat versprochen, diesem bei der Festnahme der Verbrecher zu helfen, und dies nunmehr mit seinem Leben bezahlt.

13 Jahre vergehen..., aus Fong Lin-I (Lily Li) ist eine junge Dame geworden..., und vor allem eine herausragende KungFu-Kämpferin. Denn sie wurde von einem weißhaarigen Meister des KungFu aufgenommen, der sie in dieser Kampfkunst all die Jahre unterwies... und sie nennt sich nunmehr "One leged crane", denn ihr Stil ist das Crane-KungFu. Fong Lin-I will nunmehr Rache an den Mördern ihres Vaters nehmen...!

Sie sucht zunächst die Kampf-Schule von Ku Ling Tin auf..., und es gelingt ihr, Ku Ling Tin zu töten.
Dessen Sohn, Hsiao Yu (Barry Chan), ein Meister des Mantis-KungFu, will nunmehr den Tod seines Vaters rächen.
Später erkennt Fong Lin-I in diesem Mann den eigenen Bruder..., und schließlich bündeln beide ihre Kräfte..., ihren gemeinsamen Vater zu rächen!

Nunmehr stellt Fong Lin-I einen weiteren Mörder ihres Vaters, Chin Chan Yan..., und kann diesen mit Hilfe der in ihrem Stiefel integrierten Klinge töten...
Doch Fong Lin-I ist schwer verletzt..., und kann sich mit knapper Not in einen verlassenen Tempel retten. Dort liest sie der schwer durchschaubare Chow Lung Han (Sze Ma Lung), ein Meister der Adlerklauen-KungFu-Technik auf.
Auch er steht alsbald auf der Seite von Fong Lin-I..., die von einem mit Chow befreundeten Mann und dessen Mutter gesund gepflegt wird.

Alle 3..., Fong Lin-I, Hsiao Yu und Chow Lung Han wollen nunmehr Chu Chung San und dessen Schergen zum alles entscheidenden Show-Down stellen......


Fazit:

Im Jahre 1979 drehte Regisseur Mo Man Hung, bekannt für seine etwas trashigen und turbulenten Eastern, diesen KungFu-Klopper von der Stange für das Mini-Label von Produzent Li Chiu-Mei.

Und es entstand ein für Mo Man Hung typischer, leicht trashiger, billig wirkender, aber auch actiongeladener und unterhaltsamer Eastern mit beliebten und überraschend prominenten Stars des Genres. 
Die Story dieses Eastern ist fast banal einfach..., ein kleines Mädchen wird zur Waisen..., und zur KungFu-Fighterin, die den Tod ihres Vaters rächen will..., und diese Männer einen nach dem anderen herausfordert. 
Einer der Söhne ihrer Gegner entpuppt sich mal so ratzfatz als ihr eigener Bruder, der sie unterstützt. Genauso ein plötzlich auftretender Typ Marke undurchschaubarer Rumtreiber. Alle 3 beherrschen jeweils eine Technik des KungFu meisterhaft..., und die Gegner sind schnell ausgemacht..., und tumbe Brutalos..., durch und durch böse.
Fertig ist diese Melange aus schneller, einfacher Story und trashig-hastigen Fights..., die leicht konsumierbar unterhalten will und natürlich keine große Kunst ist.

Lily Li..., einst in jenen Jahren eine der Star-Actricen der Shaw Brothers darf sich hier mal in einer Hauptrolle austoben. Sie ist hübsch und ihre Skills sind bemüht...., na ja, es reicht mal so aus.
Mehr Technik zeigen hingegen Barry Chan und Sze Ma Lung..., die mit ihren Auftritten die Action heben..., und den Streifen mit seiner dünnen Handlung und einfachen Struktur noch einigermaßen retten.
Als Villains konnte die Regie gar bekannte SuperStars aufbieten, so vor allem Lo Lieh, der leider früh "stirbt", ohne für große Akzente gesorgt zu haben..., und Tsai Hung..., Obervillain und wie Lo Lieh ein oft und gerne gesehener Star der Shaw Brothers.

Die Atmosphäre stimmt soweit für einen Eastern der B- bis C-Klasse..., fast nur Open-Air und die einfachen Kulissen..., na ja, große Erwartungen hat man da eh nicht. 
Die Musik ist ganz hübsch..., ein gesungenes Lied von einer chinesischen  Interpretin..., erinnerte mich an den Song, den Jenny Tseng in "Die Rache des Karateka" trällerte, schön.
Es kommt bei diesen Streifen ja eh nur auf eine einigermaßen spannende und schlüssige Handlung an, die vor allem das Wichtigste untermalen soll...: Die KungFu-Action.

Aber typisch für Mo Man Hung..., bei ihm kommt es weniger auf Kampfkunst an, als darauf, alles mit spektakulären Effekten, etwas Trash..., brachialer Geräuschkulisse und den unvermeidlichen Schrei- und vor allem Stöhn-Orgien beim Ableben eines Protagonisten zu untermalen.
Das Technische in den Fights wird erst nach fast 45 Minuten (der Streifen hat eh nur 83 Minuten Laufzeit), durch Barry Chan und Sze Ma Lung angehoben..., und die Fights machen etwas mehr Laune.

"One foot crane" ist nichts für Genre-Neueinsteiger..., eher was für Eastern-Vielseher..., die mit der trashigen Art -mich erinnerte hier vieles an den Mo Man Hung-Gassenhauer "Die Todeskämpfer der Shaolin" (siehe mein Review auf dieser Webseite)- des Regisseurs umzugehen wissen..., auf rasant-hastige Fights mit viel Spektakel und Brachial-Geräuschkulisse stehen. All dies und weil es eben auch Spaß macht, all diesem Treiben zuzusehen..., hievt das alles für Eastern-Vielgucker noch auf einigermaßen passable und wohlwollende 5,5/10 Punkte.

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