Nach einem Atomkrieg ist die Erde mal wieder dem Untergang geweiht, doch es besteht Hoffnung, denn der wagemutige Flash wird damit beauftragt, die einzige noch lebende und gebährfähige Frau zu finden und muss sich zur Erfüllung des Auftrages zusammen mit ein paar Weggefährten gegen illustre Gestalten erwehren.
Nachdem der zuvor von mir gesichtete und ebenfalls in der cmv Trash Collection erschienene "Metropolis 2000" sich deutlich an "Mad Max" orientierte, lässt bei Sergio Martinos "Fireflash" Snake Plissken grüßen, denn die Figur des Flash weist unübersehbare Parallelen zu diesem auf und das ruinierten New York wurde ebenfalls von John Carpenter als Schauplatz gewählt.
Die Geschichte ist schnell erzählt (siehe oben) und bevor unser "Blitz" seinen Auftrag erhält, wird von einem Erzähler die derzeitige Situation (Atomkrieg, Verseuchung, Mutationen, Impotenz) geschildert, die Bösen werden in Aktion gezeigt wie sie eine Gruppe von Infizierten ausmerzen, Flash darf bei einem Autorennen sein Geschick und seine Listigkeit unter Beweis stellen und als Preis eine Frau und das Recht zum Töten von drei Personen mit nach Hause nehmen, was er natürlich für gute Zwecke verwendet, indem er die Frau in die Freiheit entlässt und drei sich im Todeskampf Quälende von ihren Leiden erlöst. Danach gehts dann zusammen mit zwei zur Seite gestellten Gesellen an die Arbeit.
Die Figuren sind abwechslungsreich, aber auch recht eindimensional ausgefallen. So gibt es neben dem titelgebenden Flash, seine beiden Kollegen, wovon der eine sich durch eine Stahlhand und der andere durch eine Augenklappe und drahtige Kugeln auszeichet und diese treffen unterwegs einen hilfsbereiten Zwerg, der sich sehr für das Unternehmen "Rettung der Menschheit" einsetzt, eine Frau und Bettgefährtin Flashs darf natürlich auch nicht fehlen, die Gruppe der Schlimmen Finger, die Infizierte meucheln und aus der der glatzköpfige Chef und die durchtriebene Dame (gespielt von Anna Kanakis, die mich bereits in "Metropolis 2000" nicht besonders angetörnt hat) hervorstechen und das Affenvölkchen mit dem von George "Man-Eater" Eastman dargestellten Big Ape als Anführer.
All diese Figuren werden in diverse Actionszenen reingeworfen und dürfen sich dort prügeln, töten, durch die Gegen fahren und so weiter und so fort, was teilweise auf die Dauer etwas eintönig wird, aber teilweise auch sehr zu unterhalten weiß. Wenn dann mal Blut zum Vorschein tritt, sind diese Effekte meist erheiternd, da sie deutlich als solche zu erkennen, was auch für manch eine Maske und besonders für die sporadisch aufgeklebten Haarbüschel bei den Affenmenschen gilt.
Jederzeit gelungen ist die endzeitliche Stimmung des Filmes. So sind die Schauplätze (Wüstenlandschaften, Abwasserkanäle und die verfallenen Ruinen New Yorks) äußerst überzeugend, es herrschen dunkle Bilder vor und die von Synthesizerklängen geprägte Musik passt wunderbar im dieses Szenario und unterstreicht die dichte Athmosphäre.
Insgesamt ist "Fireflash" ein durchaus anschaubarer Vertreter des Endzeitsubgenres, sofern man seine Ansprüche nicht zu hoch schraubt, inhaltliche Unsauberkeiten und Längen hinzunehmen vermag und günstig umgesetzter Action nicht abgeneigt ist.