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Dass es von den Hauptfilmen aus dem Hause Disney immer mal wieder Fortsetzungen gibt, meist direkt fürs Heimkino, ist bekannt. Dass diese oftmals kein Highlight sind, ebenso. Mit „Kronk‘s New Groove“ gibt es den Nachklapp zu „The Emperor‘s New Groove“ (2000) und kann dieser Zweitling seinem großen Bruder auch zu keiner Sekunde das Wasser reichen, ist er immerhin ein unterhaltsamer Zeitvertreib.

In diesem wird Restaurantbetreiber Kronk von der Ankündigung überrascht, dass sein Paps bald eintreffen wird. Und da sich Kronk nichts sehnlicher wünscht, als dass Papi stolz auf ihn ist, gibt es ein bisschen Theater, damit er vor seinem alten Herrn besser dasteht. Bis dahin ergeht sich der Zeichentrickfilm noch in ein paar Rückblenden, damit man weiß, warum es gerade so ist, wie es ist.

Erzählerisch ist das gelinde gesagt Schmu, man verbindet ein paar Episoden aus Kronks Vergangenheit und bekommt eher eine Clipshow denn ein richtiges Abenteuer geboten. Mit netto knapp 70 Minuten ist das auch nicht lang geraten, aber immerhin hat sich der Film einen gewissen Teil der Rasanz beibehalten, die den Vorgänger auszeichnete. Es geht durch die Bank flott voran und hinkt man auch bei der Witzdichte hinterher, so gibt es doch einige humorvolle Einlagen. Dabei dürften sich manche davon eher dem erwachsenen Publikum erschließen, die Mischung ist aber insgesamt gelungen und beinhaltet auch die typischen kurzen Parodien auf andere Filmwerke. Dazu gibt es noch kleine Auftritte von Yzma und Kuzco und ein paar wenige Songs, die allerdings schmissig geraten sind.

Auch visuell ist das dem Erstling unterlegen, was bei der Erscheinungsform aber auch nachvollziehbar ist. Das Tempo lässt aber darüber und über inszenatorische Abstriche hinwegsehen. Und handelt es sich auch eher um ein paar zusammengeklatschte Kurzgeschichten denn um eine klassische Erzählung, so macht „Kronk‘s New Groove“ dennoch Spaß und sticht aus dem Fortsetzungsmatsch bekannter Disneyfilme durchaus positiv heraus.

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