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Stephen King ist der ungekrönte König der Horror-Literatur. Nahezu alle seine Werke wurden von den Kritikern hoch gelobt, seine Fans dürften fast alle Bücher im Schrank haben. Und auch die Filmwelt wäre ohne King kaum das, was sie heute ist. So gut wie jedes seiner Werke wurde verfilmt, aus den Augen der Leserschaft allerdings meist mehr schlecht, als recht. Das es für einen Filmfreak dann von Vorteil ist, nicht jedes seiner Bücher zu kennen, liegt dabei auf der Hand. Auch ich persönlich greife lieber zur DVD als zum Buch. Und somit habe ich auch Kings "Nightflier" nicht gelesen. Wohl deshalb hat mir der Film auch recht gut gefallen, wenn auch nicht uneingeschränkt!

"Nightflier" ist eine recht annehmbare, wenn auch leicht abstruse, Geschichte über einen mysteriösen Mörder, der des Nachts das Personal von Flughäfen niedermetzelt. Der Plot bleibt eigentlich durchgehend spannend, wobei man sich am Anfang erst einmal fragt, wer der Mörder überhaupt ist (solange man nicht schon die Spoiler-behafteten Cover gesehen hat) und weshalb er so brutal ans Werk geht. Zwar enttäuscht die Auflösung dann etwas, ist aber dennoch ganz O.k..

Durchgehend kann der Film zudem eine gekonnte Atmosphäre aufbewahren. Die dunklen Schauplätze sind recht stimmig geraten und die gekonnte Sounduntermahlung bringt ihr Übriges dazu bei. Des weiteren können auch die, teils recht heftigen, Gore-Effekte gefallen.

Leider krankt der Film aber an seinen Darstellern. Allesamt wirken sie durchgehend unmotiviert. Müde stapft Miguel Ferrer in seiner Rolle als ehrgeiziger, skrupelloser Jornalist vor sich hin und man befürchtet, das er jede Sekunde einpennt. Und auch die anderen Darsteller sind nicht der Reede wert.

Und auch sonst gibt es immer wieder Stellen, denen es deutlich an Tempo fehlt. Ob man nun unbedingt die 90 Minuten voll kriegen wollte, aber nicht genug Stoff dafür hatte oder ob das Ganze beabsichtigt war, kann ich leider nicht sagen.

Fazit: Spannender und Atmosphärischer Gruseltrip mit nettem Plot und guten Effekten. Wenn die Darsteller etwas motivierter gewesen wären und das Ganze etwas mehr Tempo gehabt hätte, hätte man durchaus eine uneingeschränkte Empfehlung aussprechen können. So bleibts leider "nur" ein netter Horror-Happen für zwischendurch!

Wertung: 6,5+/10

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