Dumbo ist prinzipiell der Beweis dafür, dass der Gebrauch bewußtseinserweiternder Drogen im Zeichentrickbusiness durchaus zu den gängigen Praktiken gehört haben dürfte und dass Jahrzehnte bevor der Terminus "Psychedelisch" erfunden wurde. Es wird auf den ersten Blick die Geschichte eines kleinen Elefantenjungen erzählt, der aufgrund seiner riesengroßen Ohren nur gehänselt wird. Oberflächlich geht es darum, dass er sein Selbstvertrauen gewinnt, gestärkt aus der ganzen Situation rauskommt, und nebenbei seine "Behinderung" als seine Begabung zelebriert wird.
Alles sehr hehre Motive und auch eine absolut überzeugende Inszenierung machen Dumbo zum perfekten Spass für die ganze Familie, ohne Einschränkung. Im Prinzip ist Dumbo der erste abendfüllende Zeichentrickfilm von Disney, der uneingeschränkt auch heute noch jedem empfohlen werden kann, da die Erfolgsformel hier erstmals komplett perfektioniert ist.
Doch was diesen Film komplett in überragende Gefilde - auch aus heutiger Sicht - katapultiert, sind die wirklich grenzgenialen psychedelischen Elemente, die die Macher in einige Szenen einfliessen lassen. Diese Szenen transzendieren die Handlung, wobei sie sie dennoch weiter bringen.9 Punkte