Ein Typ wandert über's Land und zeichnet, versteht die Sprache der Menschen, denen er begegnet nicht und zeichnet. Dann findet er eine Hütte, es regnet und er zeichnet, und wandert und zeichnet. Aus Wald und Gras wird Wüste wird Gras wird Wüste wird... Dazwischen seltsame Traumsequenzen und Menschen tun komische Dinge. Aber dann kommt er auch irgendwo an, bei seinem Vater, Onkel, weiß man nicht so genau, der ihm dann das Gut zeigt.
Das sind die ersten 41 mit krassesten Belanglosigkeiten angefüllten Minuten der insgesamt gerade mal 78 Minuten Laufzeit umfassenden filmischen Ödnis nach einer Geschichte von Adalbert Stifter, die vermutlich nur Arthaus-Fans verstehen und genießen können.
Gönnung.
Ich kann's leider nicht.
Vermutlich geht es irgendwie um's Zeichnen. Oder um's Wandern. Also vielleicht. Bin nicht ganz sicher.
Immerhin ist unser zeichnender Wanderer recht sympathisch, scheint aber auch beständig zu lächeln. Die Zeichnungen sind übrigens echt schick.
Das Bild ist perfekt quadratisch, was für einen Film von 1995 schon sehr befremdlich anmutet. Dass er in schwarz-weiß gedreht wurde, ist da dann noch am stimmigsten, das passt nämlich zur Tristesse des Inhalts.
Mancher würde hier vielleicht von hypnotisch schönen Bildkompositionen sprechen, ich denke da eher an hypnotische Schläfrigkeit.
Und für den Rest des Films fehlt mir überflüssige Lebenszeit und Leidensfähigkeit, das schaffe ich nicht mehr.