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Regisseur Peter F. Bringmann präsentiert uns nach „Aufforderung zum Tanz“ im 1980 erschienenen „Theo gegen den Rest Welt“ zum zweiten Mal Marius Müller-Westernhagen in der Rolle des sympathischen Verlierers Theo Gromberg, der hier als Lkw-Fahrer seinen Volvo quasi „unterm Arsch“ weggeklaut bekommt. Das führt zu einer Verfolgungsjagd durch mehrere Länder, die in einer bekömmlichen Mischung aus Road-Movie und Komödie daherkommt. Mit seinem anarchischen Humor war der Film seinerzeit ein Kassenschlager und auch aus heutiger Sicht unterhält die Dreiecksbeziehung zwischen Theo, seinem italienischen Kumpel Enno und der schweizerischen Medizinstudentin Ines angenehm kurzweilig, wobei sich sehr viel Zeitkolorit und natürlich Ruhrpottcharme dazugesellt. Ständig den Kredithai im Rücken und den Dieben immer einen Schritt hinterher, verschlägt es das Trio in verschiedene europäische Städte, wo man auf Gauner, Halbwelt, schöne Frauen und eine feine Gesellschaft trifft, die natürlich aufgemischt wird. Der Realismus bleibt dabei aber auf der Strecke und wer, wie ich, eine Wendung der Geschichte, womöglich hin zu einem „Happy End“, erwartet, liegt falsch: Über einen dramaturgischen Höhepunkt, ab dem die Ereignisse einen unvorhergesehenen Verlauf nehmen, gibt es nicht und das Ende bleibt offen. Schade eigentlich.

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