Review

DER TODESKING
Es geht um 7 Kurzgeschichten, geordnet nach Wochentagen, die alle etwas mit Mord, Selbstmord und Tod zu tun haben. Der Titel gebende Todesking tritt selber aber nie in Erscheinung, obwohl ein kleines Kind erklärt, dass er den Menschen den Lebenswillen nimmt.
Es handelt sich um einen sehr düsteren und morbiden Kunstfilm mit wenigen (fast gar keinen) Dialogen und vielen langatmigen Passagen. Am interessantesten sind die Zeitrafferaufnahmen eines im Wald liegenden menschlichen Kadavers (der angeblich aus Kuchenteig mit Erdbeerglasur gebacken wurde) und von den Maden bis auf die Knochen abgenagt wird. Außerdem gibt es noch u.a. Kamerafahrten über eine riesige Brücke (schön, aber was soll das?!), einen Amoklauf eines Durchschnittsbürgers sowie eine Hommage an die alten KZ-Schocker, wo einem Gefangenen mit einer Heckenschere der Penis abgeschnitten wird. Die 7 kleinen Storys sind unterschiedlich gut, aber zu keiner Zeit wirklich unterhaltsam oder besonders schlüssig. Überhaupt fehlt eine Art Rahmen, der die Segmente sinnvoll miteinander verbindet. So hat man bloß eine Reihe seltsamer Kurzfilme vor sich, die zwar optisch sehr gelungen sind, aber inhaltlich nicht viel hergeben. Gore gibt es ebenfalls bis auf wenige Szenen kaum und von Spannung kann auch keine Rede sein. Vielleicht mögen ein paar Intellektuelle diverse Szenen deuten und etwas darin erkennen, aber ich halte den TODESKING für die Sorte Streifen, die man sich einmal anschaut und dann nie wieder. Zumindest die erneut sehr eindringliche Musik und die oben erwähnten Verwesungsszenen haben mich beeindruckt, der Rest hingegen war ein pseudointellektuelles Filmexperiment mit Laiendarstellern.
4 von 10.

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