Review

Das Gesicht der Wahrheit“ ist leider der erneute Beweis dass ein gut besetzter Film noch lange kein Erfolg werden muss. In diesem Fall ging das ganze sogar eher nach hinten los.

Besonders auffallend und für mich nervtötend sind die zum Teil sinnlosen und einfach endlos langen Dialoge. Zu Beginn des Filmes möge diese ja noch ganz interessant und auch gut geführt erscheinen, laufen aber anschließend immer mehr Gefahr in der Belanglosigkeit zu verschwinden. Zu übertrieben und zu in die Länge gezogen. Was sie jedoch versuchen zum Teil rüberzubringen mag an sich eine gute Idee sein, jedoch fällt es aber im Laufe der Zeit wirklich schwer dem allem noch zu folgen, da dies doch sehr viel an Aufmerksamkeit kostet..

Das größte Manko des Filmes dürfte allerdings die Story bzw. die Umsetzung sein. Der Film verläuft sich mehr und mehr im Nichts und in der Belanglosigkeit. Die dahinter steckenden Motive mögen an sich ganz in Ordnung sein, jedoch wirkt alles in allem ganz einfach viel zu unglaubwürdig und, vor allem viel zu vorhersehbar. Die Story kommt so gut wie zu keinem Zeitpunkt so richtig auf den Punkt und endet so wie sich der gesamte Spannungsbogen dem Betrachter dargestellt hat, ganz einfach langweilig.

Zu den Darstellern gibt es leider auch nicht allzu viel positives zu sagen. Nicht dass sie schlecht spielen würden, wirken jedoch zumindest im Falle von Julianne Moore viel zu aufgesetzt und übertrieben. Dass es Samuel L. Jackson es besser kann als er es hier zeigt, dürfte auch allemal bekannt sein, vor allem natürlich durch Filme wie z.B. „Pulp Fiction“ oder „Star Wars“. Hierbei erinnert er in seiner Rolle als zum Teil total hilfloser Detective an seine Rolle in „No good Deed“. Zu gut gemeint die Dialoge um wirklich glaubwürdig zu wirken, so kommt es zumindest dem Betrachter vor.

Jedoch möchte ich „Das Gesicht der Wahrheit“ nicht total schlecht reden. Er besitzt durchaus einige wenige positive Elemente, wie z.B. der Grundgedanke und das erneute Aufzeigen des in Amerika immer noch sehr stark ausgeprägten Rassenhasses. Des weiteren ist der Film an sich gar nicht mal so schlecht in Szene gesetzt wie man vermuten möchte, was jedoch entweder durch die unpassende musikalische Untermalung oder der einfach (vor allem zum Ende hin) der vorhandenen Langweile zugrunde liegt. Zum Glück sind die Hauptrollen mit zumindest guten Darstellern (Samuel L. Jackson und Julianne Moore) besetzt.

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