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Ein Auto rast wie verrückt durch Paris. Es ist früh morgens, es dämmert, kaum ein Mensch ist auf den Straßen. Die wenigen Autos auf den Straßen werden gnadenlos überholt, rücksichtslos bei rot über die Ampeln gebrettert. Außer dem lauten Motorengeräusch und den quietschenden Reifen ist nichts zu hören, die Kamera ist stets gleich nach vorne gerichtet.

Eine Handlung scheint diese Raserei nicht zu haben. Benötigt sie auch nicht. Die Fahrt ist so rasant daß alleine das Zusehen für Spannung sorgt. Dialoge: Fehlanzeige. Sinn des Ganzen: Dazu muß man den Kurzfilm zu Ende schauen. Ist auch nicht so dramatisch, der Kurzfilm macht seinem Namen mit gerade mal 8 Minuten alle Ehre.

Erst zum Schluß des Films sorgt ein interessantes Ende f ür eine Erklärung, der Film wird so nachträglich mit einem roten Faden versehen und der Zuschauer erfährt ein Aha-Erlebnis. "C'etait un rendezvous" ist zweifelsohne der Vorreiter der legendären "Getaway in Stockholm"-Serie, allerdings tatsächlich unter künstlerischem Aspekt. Hier wurde tatsächlich versucht ein handlungsbeinhaltender Kurzfilm zu machen, im Gegensatz zur modernen Variante, die dem Zuschauer lediglich die Bewunderung ob sinnloser Raserei entlocken soll.

Der erste französische Film der mich begeistern kann. So kurz und simpel wie er ist, so durchschlagend wirkt er. Volle Punktzahl! (10/10)

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