Parallel zu den Dreharbeiten zu Cormans „Der Rabe – Duell der Zauberer“ entstandenes Recycling-Produkt aus den Kulissen und Schauspielern jener gelungenen Poe-Adaption aus dem Jahre 1963. Corman übernahm die Regie allerdings nicht allein, sondern man ließ gleich vier (!) weitere Regisseure am Film arbeiten: Monte Hellman, Jack Hill, Jack Nicholson und – man höre und staune - Francis Ford Coppola. Boris Karloff und der junge Jack Nicholson, die bereits in „Der Rabe“ mitspielten, bekamen die Hauptrollen zugeschrieben, und während Karloff seine Sache solide durchzieht, wirkt Nicholson seltsam stoisch und unbedarft und so gar nicht recht in seine Heldenrolle passend. Das mag aber auch zumindest teilweise der unpassenden deutschen Synchronisation geschuldet sein. Im Gegensatz zu Cormans Poe-Reihe sieht man diesem Film sein geringes Budget wirklich an, alles wirkt recht billig und improvisiert. Die Atmosphäre des Films hat weniger etwas von subtilem Grusel als mehr von Märchenverfilmungen o.ä. Zugute halten muss ich „The Terror“ aber bei allen Schwächen, dass die Handlung recht rasant vonstatten geht und für kurzweilige Unterhaltung sorgt. In Verbindung mit dem interessanten Schauspieler-Ensemble ist „The Terror“ für filmhistorisch interessierte Horror-, Karloff- und Nicholson-Fans bestimmt einen Blick wert. Es gibt jedenfalls sehr viel Langweiligeres und Uncharmanteres, auch in höherbudgetierten Gefilden.