7
Die herrlich absurde Geschichte vom Tingler ist eine weitere B-Filmperle von William Castle, jenem verrückten kleinen Genie und Schelm mit der Vorliebe für publikumswirksame Schockeffekte jenseits der Leinwand. Auch heute daheim im Medienzimmer ohne die Kinosaalgimmicks macht das Anschauen noch Spaß, allein schon weil der am Faden gezogene Riesenohrenkneifer eine so putzige Monsterkreation ist. Dabei nimmt sich die Story sogar ziemlich ernst und wird spannend und eindringlich erzählt. Einige Szenarien und Momente sind beinahe schon als raffiniert zu bezeichnen: Man denke nur an den plötzlichen und gezielten Einsatz von Farbe an der vielleicht packendsten Stelle im ganzen Film, das ist ein visueller und cleverer Höhepunkt. Prädikat: schaurig-schöner Gruseltrash, truly spine-tingling.