Review

Nach einem eher misslungenen zweiten „From Dusk Till Dawn“ versuchte sich auch P.J. Pesce an dem Stoff, schusterte aber kein unnötiges Sequel zusammen, sondern ein erstaunlich solides Prequel, an dessen Drehbuch sogar Robert Rodriguez persönlich mitschrieb. Kommen wir mal zur Story: (Das Ganze ist zur Zeit des Wilden Westens angesiedelt, nur zur Info.) Der Outlaw Johnny Madrid (Marco Leonardi) wird in letzter Sekunde vom Strick geschossen und kann mit des Henkers Tochter im Gepäck das Weite suchen. Vom Henker und dessen Schergen verfolgt, landen sie im uns bekannten „Titty Twister“, welches sich allerdings noch im Rohzustand befindet. Anfangs noch begeistert, werden die Gäste bald Zeugen des immer wieder gleichen Spiels: Die Huren und Stripperinnen im Lokal verwandeln sich in Vampire und meucheln die Lokalgäste. Im Kampf gegen die Vampire werden Madrid und seine Leidensgenossen von dem charismatischen Autor Ambrose Bierse (Michael Parks), welcher sich in die Dienste von Revuluzer Pancho Villa stellen will, unterstützt. Dumm nur, dass die Anführerin der Vampire aus des Henkers Tochter Esmeralda die Vampirprinzessin Santanico Pandemonium machen will. Doch die gibt Madrid keinesfalls freiwillig her...

Tja, dass sieht doch schon viel besser aus: Man merkt gleich, dass Rodriguez die Story geschrieben hat, denn man erfährt endlich, wie Salma Hayek das geworden ist, was sie in „From Dusk Till Dawn“ verkörperte. Auch der Punkt, das Ganze im Wilden Westen anzusiedeln, zeugt von guten Ideen. Die Darsteller, allen voran Michael Parks machen eine gute Figur, auch wenn Leonardi etwas hölzern wirkt. Pesce hat im Gegensatz zu Scott Spiegel seine eigene Show abgezogen und nicht, wie in „Texas Blood Money“, einfach nur kopiert. Der Soundtrack ist gelungen und hat sogar einige Stücke von Tito & Tarantula zu bieten, von denen ja das göttliche „After Dark“, zu dem Salma Hayek in „From Dusk Till Dawn“ tanzte, zu bieten. Besonders durch das extreme Umschlagen von Western zu Horror kommt Atmosphäre auf und auch die Splattereffekte kommen diesmal nicht zu kurz. Was Scott Spiegel nicht konnte, hat P.J. Pesce gezeigt: Mit einem kleinen Budget einen soliden und witzigen Horrorfilm zu machen, der interessante Hintergrundnfos zum Original bietet, und keine hirnlose Fortsetzung darstellt.

Details
Ähnliche Filme