Review

Obwohl (oder gerade weil) "From Dusk Till Dawn" zu meinen Allzeit-Favoriten zählt, habe ich mir die beiden Direct-To-Video-Fortsetzungen lange erspart - in weiser Vorausahnung, wie dieser 3. Teil schonungslos aufzeigt ...
War der 1. Teil ja schon Low-Budget, so schafft es dieser Schund locker, nochmal 1, 2 Nummern billiger zu wirken ...
Inhaltlich ein Prequel, das die Vorgeschichte der Figur Santanico Pandemonium erzählt (Salma Hayek im Original; als ob diese Gestalt einer Vorgeschichte bedurft hätte..), spielt der Film im Wilden Westen und hat ebenfalls eine gewisse Vorlaufzeit, bevor es vampirtechnisch zur Sache geht. Dieses Vorgeplänkel, der übliche "Western-Kram" um Banditen und Postkutschenraub, etc., ist zwar ziemlich billig, streckenweise gar ärgerlich misslungen, aber auch recht kurzweilig. Später gibts dann in einer vergleichbaren Spelunke (sollte dies das "Titty Twister" sein, so wurde das verdammt schlecht kopiert..) wieder ein Vampirgemetzel, doch ist dieses mehr lächerlich und geschmacklos als gruselig, nicht zuletzt, weil eben die Effekte hinter denen des Originals zurückbleiben (die ja auch schon nicht das Gelbe vom Ei sind - insofern durchaus 'ne "Leistung", diese nochmals zu unterbieten..) und weil einem die (meisten) Charaktere auf Seiten der Guten eh scheissegal sind ...
Positives ..? Langweilig ist der Film selten, und manchmal ist den Beteiligten sogar versehentlich so etwas wie Atmosphäre gelungen (die Hinterzimmer-Puff-Räume..). Zudem gibts hier den Tarantino-Liebling Michael Parks (Ranger Earl McGraw im Original) mal in einer Hauptrolle zu sehen, der sich überdies mit dem anderen Hauptdarsteller, einem zwergwüchsigen Latino als Outlaw, ganz gut ergänzt.

Neugierig (und unverbesserlich) wie ich bin, werde ich mir trotz dieses Griffs ins Klo wohl auch den 2. Teil irgendwann geben (hat keine Eile..), doch muss ich echt aufpassen, dass mir ich damit letztlich das Original nicht noch versaue ...

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