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Nachdem Robert Rodriguez und Quentin Tarantino, zusammen mit Regisseur Scott Spiegel, bei FDTD 2 etwas vom Thema abwichen und das Titty Twisters nur am Rande der Story eine Rolle spielte, hat man sich nun mit dem 3. Teil wieder voll und ganz auf die berühmte Bar konzentriert. Doch anstatt die Geschichte weiter zu erzählen, hat man dieses Mal vorgegriffen und man erzählt uns die Vorgeschichte. Und diese Tat ist gelungen.

Storymäßig kann der Film seinen Vorgänger wieder übertrumpfen, auch wenn der 1. Teil natürlich unerreicht bleibt. Die Idee, dass Ganze in den tiefsten wilden Westen zu katapultieren, ist nett und bietet sich als Hommage an vergangene Westernstreifen gerade zu an. Wenn die Sonne unermüdlich scheint, die Männer noch Männer und die Pistolen noch Pistolen sind, und dazu typische Genre-Musik aus den Boxen klingt, weiß man, dass man sich im Wilden Westen befindet. Vor allem das Einsetzen von typischen Farbfiltern, lassen den Western-Flair aufleben!

Eine Drehung um 180 Grad macht das Ganze dann, wenn der Streifen sich im Titty Twisters befindet. Mit dem Western ist es dann, fast, vorbei und das blutige Genre des Vampir-Horrors kommt zum Vorschein. Ganz in der Tradition des ersten Teils, gibt es wieder einen saftigen und spritzigen Showdown, der sich sehen lassen kann. Dabei wirkt das Ganze fast wie eine Verbeugung vom Ur-FDTD! Tarantino & Rodriguez loben sich so zusagen selber!

Die Arbeit der Make Up-Künstler kann sich sehen lassen. Die Vampire sehen allesamt schön scheußlich aus, auch wenn nicht ganz so klasse gestaltet wie dem 1. Streifen. Auch die Splattereffekte sind vom feinsten und lassen so den Splatter-Fans (und natürlich den Splatta-Kiddies) das Herz höher schlagen.

Die Darstellerleistungen sind ebenfalls nicht zu verachten. Danny Trejo spielt mal wieder den Barkeeper mit üblicher Perfektion und Michael Parks darf dieses mal einen der Helden spielen und kann auch dies mehr als gut. Nur Rebecca Gayheart wirkt irgendwie fehlplaziert. Ihr nicht vorhandenes Schauspieltalent mag vielleicht in Filmen alla "Düstere Legenden" noch tolerierbar sein, hier stört es aber nur. Schade, sie zerstört den Charakter der Mary ziemlich stark, aber na ja!

Fazit: Gelungenes Prequel, des wohl besten Vampir-Splatter-Streifens aller Zeiten! Knackiger Western und blutiger Horror in einem. Eine Verneigung vor dem Westerngenre und irgendwie auch vor sich selbst. Mit guten Effekten, tollem Make Up, passender Musik und talentierten Darstellern (bis auf Gayheart)! Da will man gleich noch einmal Teil 1 sehen!

Wertung: 8/10

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