Um eines vorweg zu nehmen. Der dritte Teil der From Dusk Till Dawn Serie ist grundsolide. Nicht Kult wie Teil 1, aber auch nicht Fernsehfilmniveau wie Teil 2 (an dem mir nur die Fahrstuhlszene mit Bruce Campbell und einige Kameraeinstellungen bzw. -tricks gefielen).
Wieder waren weder Rodriguez noch Tarantino an der Entstehung dieses Filmes beteiligt. Nur die Produktion wurde wieder von Band Apart / Los Hooligans übernommen .
Das Drehbuch stammt diesmal allerdings von einem Cousin von Robert Rodriguez (laut Abspann hat aber sogar Robert selbst an der zu Grunde liegenden Story mitgeschrieben):
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Ca. 100 Jahre vor der heutigen Zeit wird der Schriftsteller und ehemalige Bürgerkriegsheld Ambrose Bierce mit folgender Situation konfrontiert: Ein Verbrecher wird vor dem Strick gerettet und flieht mit der Tochter des Henkers, worauf dieser sofort die Verfolgung aufnimmt. Und wie das Leben so spielt, wird just Bierces Postkutsche von diesem Verbrecher wenig später überfallen. Und es wäre wohl nicht From Dusk Till Dawn, wenn sich nicht alle Beteiligten schließlich in einer vampirverseuchten Bar wiederträfen...
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Der Westernpart ist gut gemacht. Durch graubraune Farbfilter und Moriccone inspirierte Musik kommt teilweise echter Westernflair auf. Die Shootouts schweben zwischen klassischem Cowboygehabe und modernem Actionfilm. Die Schauspieler spielen solide, der Spannungsbogen bleibt immer gespannt, alle Charaktere werden ausreichend vorgestellt und die Geschichte wird hier nie vorhersehbar.
Leider wurde der Westernflair nicht in den Titty Twister übertragen (hier "Villa de Diablo" - oder so ähnlich - genannt) . Hier kommt mir nämlich anfangs zu sehr Mysterystimmung auf, auch wenn viele Elemente wie eine Hommage an Teil 1 der Serie und daher vertraut wirken. Der Barkeeper wird wieder von Danny Trejo gespielt und in der Schlusssequenz sieht man, dass es sich um ein- und dieselbe Pyramide handelt.
Das lange Splatterfinale hält auch einige Überraschungen bereit und ist deutlich härter als in dem unrühmlichen Vorgänger. Auch einige (wenige) Gags, wie etwa die abgetrennten Vampireier sorgen für Stimmung.
Grundsolide 7/10 Punkte daher als Fazit
PS: Nicht vergessen, den Abspann zu Ende zu sehen...