Ein staubiges Kaff in Mexiko, Anfang des 20. Jahrhunderts. Die Outlaw-Legende Johnny Madrid (Marco Leonardi) soll aufgeknüpft werden, als Vorprogramm stehen zünftige Auspeitschungen auf dem Programm, (fast) alle fiebern dem Spektakel entgegen. Doch mit Hilfe (von unerwarteter Seite) gelingt dem Banditen die Flucht & spontan nimmt er die Tochter des brutalen Henkers (Temuera Morrison), die hübsche Esmeralda (Ara Celi), mit.
Nach einigen Zwischenstationen machen er, seine Leute & Esmeralda Halt in einer üblen Spelunke, die mit dem mürrischen Barkeeper Razor Charlie (Danny Trejo) & der heißen Quixtla (Sonia Braga) aufwartet. Bald ist der Laden voll. Der angepisste Henker & seine Mannen, ein naives Missionars-Pärchen (Lennie Loftin & Rebecca Gayheart) sowie der zynische & trinkfreudige Schriftsteller Ambrose Bierce (Michael Parks), der unterwegs zu Pancho Villa nach Tierra Negra ist, legen dort ebenfalls eine Pause ein. Als Blut fließt, eskaliert die Lage im Nu.
An das Original von Tarantino/Rodriguez kommt auch Teil 3 nicht ran, aber wie schon der unmittelbare Vorgänger ist auch dieses (diesmal von P.J. Pesce servierte) Prequel eine sehr unterhaltsame Sause. Marco Leonardi als kaltblütiger Antiheld ist okay, Ara Celi als Henkerstochter Esmeralda (die eine nicht wirklich überraschende Entwicklung durchmacht) ist ein Augenschmaus, Rebecca Gayheart (die ihre vielversprechende Karriere aufgrund eines dummen Fehlers eigenhändig abwürgte) ist herrlich als zugeknöpfte Bible-Basherin mit niedlichem Akzent, doch die Performance des Streifens liefert Michael Parks ab, der betreibt Scenery-Chewing mit Genuss, in jeder verdammten Szene, ganz köstlich!
FDTD3 hat eine coole Atmosphäre & ist hübsch ausgestattet, die Shootout-Action rockt (funkensprühende Mündungsfeuer galore!), der "sandige" Look gefällt mir gut (als DoP fungierte Michael Bonvillain, der später auch Cloverfield & Zombieland abgelichtet hat), der Gore-Level passt & die eingestreuten Ideen (die Cobra aus dem Halsstumpf, der Tango-Tanz, die Entmannung mit dem Schuh-Messer, der lispelnde Vertreter von andalusischen Haarbürsten...) machen Laune. Da verschmerzt man auch die suboptimalen CGI-Einschübe dieses kurzweiligen Horror-Westerns.