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In dem kleinen Städtchen Knollwood geht was Schräges vor: Auf seiner allmorgendlichen Route entdeckt Zeitungsjunge Billy nämlich doch glatt ein eiförmiges Raumschiff in einem Garten rumstehen, welches da wohl in der Nacht zuvor gelandet sein muss. Besagtem Gebilde entsteigen kurz darauf einige außerirdische Blutsauger, die prompt damit beginnen, die Einwohner von Knollwood zu vampirisieren... und denen der Sinn nach nichts anderem als der Weltherrschaft steht, die da mittels eines besonderen Diamanten während der demnächst anstehenden Mondfinsternis erlangt werden soll. Doch weil Billy halt ein echt smartes Kerlchen ist und schnell dahinter kommt, was hier gespielt wird, macht er sich - unterstützt durch den S.E.T.I.-Wissenschaftler Hank - prompt daran, dem Ober-Beißer Vlathos und seinen Alien-Vampir-Zombies gehörig in die Suppe zu spucken... Wenn man sich "Teenage Space Vampires" (aka "Angriff der Weltraumvampire"... auch nich' schlecht) so ansieht, hätte man nie erwartet, dass Martin Wood da im Anschluss noch 'ne veritable Karriere als Regisseur von Fernsehfilmen und TV-Serien-Episoden haben würde, denn alles an diesem C-Film-Stuss wirkt so, als hätte er völlig den Beruf verfehlt: Angefangen bei einer Inszenierung, die kaum als solche zu bezeichnen ist, über die ungeführten Darsteller-Nulpen, die billig hingepfuschten Effekte aus dem PC und lächerliche Monster-Masken und den augenscheinlich rumänischen Drehorten, die hier nur notdürftig ein typisches US-Kleinstadt-Kaff doubeln sollen, stammt hier irgendwie alles aus der nächstbesten Mülltonne und unterbietet bisweilen noch niederstes Genre-Niveau. Was die Machart, das allgemeine Erscheinungsbild und die innerhalb der Story verwurschtelte Motiv-Flut anbelangt erinnert hier wirklich so vieles an läppischere Full Moon-Billigproduktionen, dass man echt erstaunt ist, dass da in den Credits nicht auch noch irgendwo der Name Charles Band auftaucht. Doch Obacht, wer jetzt meint, dass das alles doch mal wieder nach 'nem schönen Trash-Filmchen klingt, dem sei gesagt, dass "Teenage Space Vampires" so erbärmlich langweilig geraten ist, dass da garantiert weder Spaß noch Stimmung aufkommen! Nö, das hier ist noch nicht mal "The Faculty" bei Wish bestellt! Gedacht war das Ganze wohl sicherlich mal als kleine Hommage an solche 80er Jahre-Kiddie-Horrorfilmchen wie "Monster Busters" und olle 50s-Science-Fiction-Schoten à la "Invasion vom Mars", aber das ist mal so richtig in die Buxe gegangen, denn Witz, Geist und ein tiefergehendes Verständnis für das Genre an sich glänzen durch Abwesenheit, während der Humor in "Teenage Space Vampires" da doch wohl allenfalls noch rein unfreiwilliger Natur sein dürfte. So bleibt die Chose doch lediglich erwähnenswert, weil die schnuckelige Lindy Booth hier einen frühen Auftritt als bitchy Cheerleader-Schwester des Teenie-Helden hat... alles andere ist einfach nur absolut beschissen hässlich und (bl)öde! Dann in Sachen "Blutsauger-Horror aus dem All" doch lieber nochmal Tobe Hoopers "Lifeforce - Die tödliche Bedrohung" oder Mario Bavas "Planet der Vampire", ey...

2/10

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