Review

Mal wieder eine Kritik zum neuen Fettbacken Film. Zumindest kann ich mich nicht ganz so anfreunden mit dem Ding wie Kollege Blade Runner. Zwar ist der Streifen gerade von der Action her, deutlich besser als „Today You Die“(„Black Dawn“ habe ich noch nicht gesehen), aber alles andere war irgendwie nicht besonders aufregend.

Die Story ist wieder unnötig Konfus und mit Figuren überladen und die Dialoge teilweise nervend. Seagal schneidet hier mal wieder etwas besser ab (was auch an den netten Onelinern liegt), aber ich muss sagen dass ich ihn nicht mehr als Actionheld sehen will. Gibt ihn doch mal die Bösewichtrolle, oder lasst ihn als Captain oder Sensei irgendwo Rumsitzen. Dafür reicht es noch. Dennoch muss man der Action echte Qualität Assestieren. Der Beginn ist knackig, flott und gekonnt inszeniert(auch wenn die ein oder andere Explosion, 2x aus verschiedenen Kameraperspektiven in unterschiedlichen Szenen benutzt wird). Kurze Stock-Footage Einlagen beziehen sich nur auf kurze Panzerszenen; ich habe mit solchen Szenen aber gar keine Probleme, wenn sie halt nicht aus anderen Filmen stammen. Danach verfängt sich der Film aber in seine konfuse Story, mit den teilweise merkwürdigen Handlungen der ein oder anderen Figur und der langweiligen Erzählweise.

Und hier bemerkt man auch dass der sonstige Kameramann und Regisseur Don E. FauntLeroy noch einiges zu lernen hat, was Timing und Pacing angeht. Auch Fehler wie in Fenster spiegelnde Kameramänner oder das der Bösewicht die Waffe mal links mal rechts in der Hand hält, fallen auf. Aber das ist nicht so dramatisch. Glücklicherweise gibt es zwischendurch immer wieder etwas Action, die auch weiterhin nicht groß an Qualität nachlässt. Die Toilettensequenz macht Spaß, die Gefängnisaction ist für den weiteren Verlauf zwar total überflüssig(außer das die Söldner ausgemerzt werden, aber die eigentliche Befreiung spielt keine Rolle mehr), hat aber ein nett überschlagendes Auto zu bieten und blutige Schießereien obendrauf. Am besten hat mir dann das Finale gefallen(die Sache mit der Bank war irgendwie auch blöd...). Hier gibt es einfach straighte B-Action mit nett blutigen Shoot-Outs ohne irgendwelchen Storyfirlefanz(aber erklärt mir doch bitte mal einer, wo eigentlich der letzte Gangster auf den Leuchtturm hin will?).

Unter den zufrieden stellenden Nebendarstellern fallen ex Bros. Sänger Luke Goss(„Blade 2“, „Dark & Cold“) und Roger Guenveur Smith („Final Destination“, „Shade“), in einer herrlich schmierigen Performance, auf. Die Musik wird wie immer gelungen von Steve Edwards eingesetzt und der Regisseur bietet als Kamermann bessere Arbeit als bei seinem Hauptjob. Steven Seagal gelingt es, zumindest bei mir, nicht mehr annähernd Sympathie zu erwecken. Und ich glaube das auch dass mein größtes Problem mit dem Film ist. Zumindest lässt er sich in seinen vermutlich letzten „Nu Image-Millennium“ Film(bei diesen Film wurde sich ja gegenseitig Verklagt), weder doubeln, noch synchronisieren. Dennoch bin ich froh nur knapp 7€ für die Thai DVD bezahlt zu haben.

Fazit:

Ja, letztendlich ist „Mercenary For Justice“ sicherlich einer der besseren Steven Seagal Vehikel der letzten Zeit. Bei mir liegen aber „Belly Of The Beast“ und „Submerged“ höher in der Gunst und von Filmen wie „The Mechanik“ oder „Undisputed 2“ ist Seagal weiterhin sehr weit entfernt. Dennoch ist das ganze recht unterhaltsam, aber bei mir sprang der Funke nicht so recht über. Ich glaube mit einem anderen Hauptdarsteller würde ich den Film sogar höher bewerten, so bleibt nur Mittelmaß.

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