Review

Nach zwei sehr mäßigen Produktionen darf unser alter Haudegen Steven Seagal wieder in einem B-Movie der oberen Klasse antreten.

Söldner John Seeger wird bei einem Einsatz für die CIA gelinkt. Ein Kollege stirbt im Kugelhagel. Wenig später werden dessen Witwe und Sohn entführt, um John zu einem neuen Auftrag zu „überreden“ …

Endlich sieht man einem Seagal-Klopper wieder sein Budget von gut 15 Millionen Dollar an!
Schon zu Beginn zeigt Regisseur FauntleRoy, dass er die verhältnismäßig aufwändige Action gut im Griff hat. Und so bleibt es auch. Im Gegensatz zu seiner ersten Regiearbeit „Today You Die“ muss FauntleRoy nicht auf Stock-Footage zurückgreifen.
Was die Verteilung der Actionszenen angeht, wurde alles richtig gemacht. In regelmäßigen Abständen geht es ordentlich zur Sache. Das trifft übrigens nach langer Zeit auch auf die Fights zu. Steven Seagal überrascht mit komplett ungedoubelten Aktionen, die Erinnerungen an alte Zeiten wach rufen. Zwar ist er inzwischen etwas langsamer geworden (und muss nach getaner Arbeit tief durchatmen), aber ein Genick bricht niemand sonst so schön wie er!
Im Vergleich mit „Submerged“ ist jedoch anzumerken, dass die Action leicht schwächer ausgefallen ist. Besonders das Finale hätte etwas spektakulärer werden können.

Immerhin ist die Story in „Mercenary for Justice“ nicht allzu käsig. Ich denke, dass ich mich nicht zu weit aus dem Fenster lehne, wenn ich dem Film eine gewisse Doppelbödigkeit attestiere, die streckenweise sogar für ein bisschen Spannung sorgt.

Woher mache ofdb-Kollegen zu wissen glauben, welche Szenen mit Seagal noch mal hätten gedreht werden sollen, weil sie nicht optimal sind, weiß ich nicht. Ich kann nur sagen, dass bei seinem Schauspieltalent eigentlich jede Szene mindestens zehn Mal wiederholt werden müsste. Vielleicht hat sich der eine oder andere an manch unpassendem Close up von Seagal orientiert?!?

Fazit:
Harter, rasanter und kurzweiliger Actioner mit dem sonst eher bewegungsscheuen Dickerle.
Da dies seine letzte Millennium-Films-Produktion gewesen sein dürfte, bleibt abzuwarten, ob die Zusammenarbeit mit Andrew Stevens auch hier und da einen ähnlichen Kracher abwirft. Die Fans würden es zu schätzen wissen! 7/10 Punkten.

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