Review

Superschnelles B-Movie mit Martial Arts Meister Mark Dacascos, welcher durch genau solche Rollen, später wieder im A-Bereich zu finden war. Gerade von Steve Wang ( Guyver - Dark Hero ) hätte ich so etwas nicht erwartet, da seine sonstigen Filme bis jetzt nicht mal Mittelmaß erreichten. Darum wundert es hier um so mehr, dass er aus einem kleinen Budget etwas so Großartiges herausholen konnte. Zu einer deutschen Kinoauswertung kam es natürlich nie, " Drive " ging Direct To Video, hat aber immerhin einen hohen Bekanntheitsgrad erreicht.
Story:
Jahr 2008: Der Agent Toby Wong ( Mark Dacascos ) hat einen wertvollen Biochip in der Brust, der ihm übermenschliche Kräfte verleiht. Daher sind ihm auch einige Killer auf den Fersen, welche von seinen Ex Auftraggebern geschickt wurden. Auf seiner Flucht lernt Toby die Labertasche Malik Brody ( Kadeem Hardison ) kennen. Die Beiden raufen sich zusammen und müssen es bis nach Los Angeles schaffen, denn dort soll Toby der Biochip entnommen werden und als Belohnung 5 Millionen Dollar ausgezahlt werden. Aber die Verfolger sind ihnen stets auf den Fersen.

Die Story ist minimal und Wang macht auch keinen großen Hehl daraus, dass man weder überraschende Wendungen, einen klugen Plot, oder großartige Spannung erwarten kann. Auch die Zukunftsoptik lässt sehr zu wünschen übrig, denn es sieht einfach so aus, wie es 1997 ausgesehen hat. Außer dem Biochip, welcher besondere Kräfte verleiht, gibt es gar nichts, was nur annährend auf die Zukunft hinweist. Nur die Bar am Ende sieht richtig klasse aus. Der Score dagegen präsentiert sich sehr vielseitig und klingt dazu noch gut.
Die Actionszenen sind eher sparsam gesetzt, dafür immer sehr lang, meistens bestehend aus furiosen Martial Art Fights, welche man mit dem Hongkong Kino verbinden kann. Dacascos prügelt seine Gegner mit spektakulären Moves in ganzen Dutzenden zusammen, inklusive Einsatz diverser Gegenstände. Shootouts sind dagegen kaum vorhanden, doch wenn geschossen wird, dann stets mit blutigen Einschüssen. Obwohl zwischen den Actionszenen immer etwas Leerlauf liegt und der Film allgemein ziemlich lang ist, treten nie Längen auf. Das liegt auch am vielen Humor, welcher von coolen bis dämlichen Sprüchen alles beherbergt und zwar Non Stop. Vor allem witzig sind die beiden Trottel von Profikiller, welche Toby und Malik mit ihrem Wohnmobil verfolgen, zum Totlachen. Nur sollte man bloß nicht versuchen bei " Drive " irgend einen tieferen Sinn zu suchen, denn dass ist vergeblich, man sollte schon Freund der niveaulosen Kost sein und das bin ich nunmal.
Mark Dacascos ist kein sonderlich guter Schauspieler, doch die Fights und Stunts sind großartig und furios. Kadeem Hardison stellt eher den humorvollen Sidekick da, welcher für den Humor zuständig ist. Brittany Murphy ist in einer ihrer ersten Rolle als durchgeknallte Göre zu sehen, das passt gut zu ihr. Alle Darsteller hier sind keine Edelmimen, reichen aber für diesen Film aus.

Fazit:
Furioser B-Actioner mit richtig Drive und einer tollen Inszenierung. Spektakuläre Action täuscht über die Minimalstory mit kaum Spannung und der einfachen Kulisse hinweg. Die Darsteller sind passabel, agieren aber wirklich witzig. überhaupt ist komödiantische Anteil sehr hoch.
Für Fans der anspruchslosen Action ( wie mich ) ein Leckerbissen, macht einfach Spass.

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