"Aeon Flux" basiert auf einer mir unbekannten Serie aus den 90ern. Charlize Theron spielt die Rebellin Aeon, die gegen das 'Goodchild Regime' des Stadt-Staats 'Bregna' kämpft. 'Bregna' ist die einzige Stadt auf der Erde um ringt von Mauern, die sie vom Urwald beschützt. In ihr leben die letzten Überlebenden einer Virusepidemie vor 400 Jahren. Trevor Goodchild, der Entdecker eines Gegenmittel, ist zugleich auch das Stadtoberhaupt. Aeon Flux bekommt als 'Monican' den Auftrag Trevor zu töten, aber bei ihrer Mission endeckt sie Dinge die ihr Rätsel aufgeben.
Der Film startet holprig, was nicht zuletzt an der Zukunftstechnologie liegt. So hoch designt, dass man kaum ihren Zweck erraten kann. Wenn die Story dann endlich mal ins Rollen kommt und die Mysterien aufgedeckt werden läuft der Film leider zu flach ab. Die Spannung bleibt auf der Strecke, da die Atmosphäre nicht dicht genug ist und die Action zu glatt. In USA gab es dafür eine PG-13 Wertung.
Der Film hat eine schöne Optik. 'Bregna' ist natürlich anders aufgebaut als das notwendigerweise emotionslose 'Libria' aus "Equilibrium". Charlize Theron ist bekanntlich kein hässliches Entlein und MakeUp und Kostüm gibt das restliche. Die oft extrem weit hergeholte Zukunftstechnologie fügt sich dazu, ist manchmal aber wahrlich Schwachsinn.
Größtes Manko des Films bleibt aber die Story, die vom Prinzip her gut ist, aber auch durch ihre Inszenierung einfach nicht mitzureißen weiß. Charlize Theron sieht wie gesagt hübsch aus, aber der Schwerpunkt ihrer Rolle liegt nicht in interesanter Profilbildung sondern in Hüpfeinlagen und Springerei. Marton Csokas hat auch keine allzu anstregende Rolle und so zieht es sichdurch den ganzen Cast. (der übrigens auch mit deutscher Beteiligung ergänzt wurde, auch wenn es als Bekannter nur Ralph Herforth ist und es nur kleine Rollen sind)
"Aeon Flux" gibt keine Gesellschaftskritik, wie es vielleicht in "Equilibrium" gepaart mit viel guter Action der Fall war. Allerdings ist "Aeon Flux" auch kein richtiges reines Popcorn Kino, da er einfach zu steif dafür ist. Kein Humor und das Spannugsdefizit lässt die rund 90 Minuten Film sehr lange erscheinen. Ich habe mir mehr erwartet und über den Durchschnitt schafft es "Aeon Flux" nicht.