Review

Die Zukunft: Ein Virus hat 99% der Menschheit dahingerafft und der Rest vom Schützenfest vegetiert in einem gigantischen Fort - der letzten Stadt auf Erden – steril und gefühlskalt vor sich hin.
Doch der Widerstand gegen ähm… wen-auch-immer wird immer lauter und eine Rebellengruppe, allen voran die adrette Aeon Flux – eine Art weiblicher „Neo“ – ist drauf und dran die Machthabenden zu stürzen…

Wow! Was für ein Film!!! Da muss 'ne alte Frau ganz schön lange für stricken...
Pluspunkt Nummer 1 ganz klar: Charlize Theron in der Rolle der "Aeon".
Bo ey, was für 'ne Powerfrau! Die gute "E-On" ist echt die absolute Übercheckerin im Genom-Soldaten verkloppen, "Matrix"-mäßig durch die Lüfte jumpen und hautenge Klamotten anhaben. Da bleibt einem einfach die Spucke weg, ey! Neben der können Teutonenkriegerinnen wie "Lara Croft", "Foxy Brown" oder Susan Stahnke echt volle Kanne einpacken, ich schwör', Alta...

So, Pluspunkt Nummer 2: Mrs. Theron als hammergeile, immer perfekt gestylte Kung Fu-Terroristin. YEAH!
Egal was passiert - ob nun ein Schurke mit 'ner Needle Gun hinter ihr her ist, ob ihr 'ne Tussi mit Armen statt Beinen versucht den Garaus zu machen, oder selbst wenn sie mit dem Anführer der Bösen in die Kiste springt - die Frisur sitzt und das Outfit, das natürlich in jeder neuen Szene gewechselt wird, löst den berühmten Sabberreflex aus.
Also in "Devil's Advocate" und der L'oreal-Werbung war die Theron optisch ja schon ganz nett, aber glaubt mir, seit "Aeon Flux" steht die Gute in meinem kleinen, klebrigen Büchlein mit den geilsten Weibern dieses Planeten. Echt der Hammer wie gut die hier aussieht... *Rrrrrrrrr*

Gut, genug rumgeprollt und am Thema vorbei gesäbelt.
Der Rest des Films ist leider ziemlich dürftig.
Um genauer zu sein sogar richtig schlecht.
Um noch genauer zu sein sogar richtig sauschlecht.
Um ganz ehrlich zu sein sogar richtig scheiße!
"Aeon" legt einen Flickflack nach dem anderen hin, hier noch ein Spagat, dort ein Neckbreaker... 'ne Story gibt's hier aber irgendwie nicht so wirklich.
Über der Stadt schwebt eine Riesenqualle..., wenn man sich den Finger ins Rückenmark bohrt, bekommt man telepathische Fähigkeiten... und irgendwie ist jeder geklont. Mehr hab' ich irgendwie nicht mitbekommen, sorry, ...was aber nicht daran liegt, dass ich während des Films so oft kalt duschen musste, sondern daran, dass die Macher dieses Machwerks anscheinend kein Geld mehr für Handlung, Logik und einen roten Faden übrig hatten.
Hier gibt's einfach nix zu checken, ...womit das alte Hollywood-Credo "Augen auf, Hirn aus und durch!" wieder einmal in Perfektion umgesetzt wurde...

Wieso der Streifen trotz des Fehlens jeglicher anspruchsvoller filmischer Qualitäten aber dennoch sehenswert ist, will ich nun in zwei Worten zusammenfassen:
Charlize Theron.
Die Braut ist einfach der Burner. Ihr in Action zuzukucken macht einfach Spaß, ihr Styling is' echt der Wahnsinn und ihre knappen, futuristischen Klamotten sind schlicht und ergreifend... mir fällt keine passende Beschreibung ein ("hammergeil" würd's ungefähr am besten treffen). Mehr kann ich dazu nicht sagen.
Und fügt man nun noch ungefähr eine Million schweineteuere Computer-Effekte, ein bisschen Handkanten-Action und ein paar Explosionen hinzu, dann ergibt das unterm Strich einfach ein Fest für's Auge.
Ohne Flax: Optisch ist der Streifen einfach brillant! Wenn man also in der Lage is', mit seinem Gehirn für ca. 90 Minuten im Lehrlauf zu fahren, dann kann man an "Aeon Flux" durchaus gefallen finden.
Ich für meinen Teil hab' mir den Streifen mit ein paar Kumpels gegeben, und, um ehrlich zu sein, jeder fand ihn einfach nur grottenscheiße. Doch sich über die unzähligen Ungereimtheiten und Unsinnigkeiten lustig zu machen, kann ja auch eine Form von Unterhaltung sein, oder nicht!?
Und wenn man sich zwischendurch ein Bier oder Chips holen oder sich mit dem Nachbar mal kurz über das letzte verkorkste Deutschland-Spiel unterhalten kann, ohne storymäßig groß was zu verpassen oder in Sorge leben zu müssen, der Handlung dann nicht mehr folgen zu können, dann hat "Hirntot-Kino" evtl. doch auch ein paar Vorzüge...

Fazit:
Optisch eine Bombe, die Story is' aber voll der Fuck und so dämlich, dass man schon fast von unfreiwilligem Humor reden kann.
Die Theron ist aber so geil, dass der Rest im Grunde irgendwie gar nicht mehr interessiert...
Unterm Strich also ein Bad Movie, das man(n) eigentlich nur gern haben kann!
Heil Aeon!

Edit:
Ach übrigens, hab' ich erwähnt, dass es sich bei "Aeon Flux" um die Verfilmung einer Zeichentrick-Serie handelt.
Nein??? Ach, c'est la vie...

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