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Naja. "Ambitioniert". Aber ich hab' keine Ahnung, was das alles bis auf zwei, drei Einstellungen mit der großartigen MTV-Zeichentrickserie zu tun haben soll? Im Grunde ist es vollkommen unmöglich, die bizarren Kurzfilme in ein adäquates Mainstream-Format zu pressen und daran scheitert "Aeon Flux" dann auch massivst.

Nicht nur ein Prag kann man mittlerweile an den Kulissen von "großen Produktionen" wie "Blade II" oder "Hellboy" ablesen, auch Berlin definiert allmählich nach "Equilibrium" oder "V wie Vendetta" seinen eigenen Chic. Darin stelzt Charlize Theron in albernen Outfits und mit noch blöderen Frisuren durch ein gestalterisch durchaus interessantes Setting, das aber auf Spielfilmlänge gedehnt in keinster Weise fesselnde Qualitäten entwickelt. Hier und da gibt's ein paar unspektakuläre CGIs, schlecht gefilmte Shoot-Outs und noch schlechter inszenierte kleine Fights, aber da kann man auch Nachsicht üben - in solchen Kostümen scheint eine vernünftige Kampf-Choreographie eh kaum möglich, allerdings scheint man es auch nicht wirklich versucht zu haben...
Das wäre alles zu verschmerzen, ist das Ding als belangloser Sci-Fi-"Tomb-Raider" grade noch konsumierbar ohne sich um Lebenszeit beraubt zu fühlen, aber das verschwendete Potential ist einfach ärgerlich! Der Fan vermisst den grimmigen Humor, den typischen Sexismus bzw. den "Körperkult" der Vorlage, der in der Realfilm-Version in seinen Ansätzen nur peinlich wirkt, sowie das vielschichtige Spiel mit Perspektiven, Körpern und Ideen, das die Animationen auch heute noch auszeichnet.

Wem also ein "Equilibrium II" reicht, der dürfte Gefallen an dem Film finden. Freunden von Peter Chungs Original sollten sich aber besser keine Hoffnung machen. Dafür gibt's für die Berliner ein ganz nettes Location-Special auf der DVD, leider sparte man sich dafür ein ausführliches Special über die Zeichentrickserie. Wen wundert's...?

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