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In einer weit entfernten Zukunft: Ein Virus hat den Großteil der Menschheit ausgelöscht. Die Überlebenden haben Zuflucht in der letzten Stadt auf Erden gefunden, wo sie seit Jahrhunderten unter der Herrschaft der Gründungsfamilie der Stadt leben. Doch nun regt sich Widerstand: Rebellen wollen die Diktatur stürzen und eine neue Ordnung aufrichten. Unter ihnen: Aeon Flux (Charlize Theron). Doch als sie den Auftrag erhält, den Despoten zu ermorden, kommt sie einem furchtbaren Geheimnis auf die Spur.

Bei manchen Filmen fragt man sich, weshalb A-Klasse-Schauspieler sich an solche Werke verschleudern. "Aeon Flux" ist einer davon. Charlize Theron, die Frau, die für ihre Rolle in "Monster" zu Recht den Oscar erhalten hat, kämpft sich hier durch einen völlig inhalts- und aussagelosen Film, der ihr in 90 Minuten nicht mehr als zwei verschiedene Gesichtsausdrücke abverlangt. Es fällt schwer, zu glauben, dass es sich hierbei noch um dieselbe Person handeln soll.

Es gibt jedoch gute Gründe für die chronische Unterforderung der Hauptdarstellerin. Die Story schleppt sich ebenso sinn- wie seelenlos voran, die Actionszenen sind im billigsten MTV-Format inszeniert und werden häufig durch vollkommen überzogene, geradezu lächerliche Martial-Arts-Einlagen ergänzt, und die Holzbrett-Dialoge sind ein wahrer Graus. Hinzu kommen ganze Reihen biotechnischer Gimmicks, die selbst James Bond alt aussehen lassen, die jedoch in ihrer Unglaubwürdigkeit allenfalls Zehnjährige beeindrucken dürften. Und nicht zuletzt versucht sich der Film durch eine zugegebenermaßen interessante Wendung am Ende doch noch an einer tiefgründigen Story. Diese Ansätze werden jedoch sofort wieder von bedeutungsschwangeren Einzeilern zunichte gemacht, die allenfalls in einem 80er-Jahre-Actionstreifen angebracht gewesen wären. Und was die Moral angeht: Die Bedenkenlosigkeit, mit der hier reihenweise feindliche Kämpfer brutal niedergestreckt werden, grenzt für meine Begriffe schon an Gewaltverherrlichung.

Hinzu kommen noch die computeranimierten Setdesigns, die eine Atmosphäre der geradezu klinischen Sterilität aufkommen lassen. Als einziger Pluspunkt dürfte die coole Musik gelten - und vielleicht die eine oder andere Actionszene. Insgesamt gibt es jedoch keinen ersichtlichen Grund, warum sich jemand, der älter als 15 ist, für diese traurige Billig-Kopie von "Matrix" interessieren sollte.

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