Review
von Leimbacher-Mario
Der Anti-„The Thing“
In „Antarctica“ muss ein verzweifelter Hundeschlittenfahrer und Wissenschaftler nach einem Unfall seine Huskyfamilie über einen der kältesten Winter allein in der Antarktis lassen - doch weder er noch sein Team an Prachthunden gibt auf und lässt sich von Wind, Wetter und verschwindender Hoffnung unterkriegen…
Paul Walker war nie der emotionalste und beste Schauspieler. Aber hier spielt das nur eine untergeordnete Rolle, da er erstens gar nicht Star oder Kern des Films ist und dieser zweitens auch ohne großes menschliches Drama gefühlsmäßig gut zuschlägt. Denn die Gruppe der Schlittenhunde hat hier wortwörtlich die Zügel in der Hand. Wie sie den langen Winter über kämpfen, zusammenhalten und (zumindest viele von ihnen) überleben, ist schon mitreißend. Da fiebert man mit und ist bei dem (dann doch im Gesamtbild nie allzu gefährdeten) Ende erleichtert, stolz auf die hübschen Vierbeiner und eventuell sogar den Tränen nah. Noch dazu sind die Tiere echt und nichts (abgesehen von einem monströsen Seelöwen) ist mit Computer gemacht. Das sticht gerade heutzutage positiv hervor. Zwischen Abenteuer und Naturdoku. Simpel aber effektiv. Nicht zu viel (Disney-)Kitsch, nie zu dick aufgetragen. Absolut vorstellbar in dieser Art und Weise. Auch ohne das Label „Beruhend auf wahren Begebenheiten“. Schöne Landschaftsaufnahmen dazu. Vielleicht etwas zu lang für seine simple Grundlage. Aber wie gesagt: es beschönigt nichts, es klebt nicht, es funktioniert. Für die ganze Familie.
Fazit: Huskys, Herz und ein wundervolles Winterabenteuer - „Antarctica“ stellt handgemacht etliche CGI-Abenteuer von heute in den Schatten!