Review

Mitten in einem heftigen Gewitter verirren sich zwei Männer in einem Sumpfgebiet. Sie suchen nach Zuflucht vor dem Sturm - und vor dem geheimnisvollen Monster, das die Gegend heimsucht. Leider klopfen sie an die Tür des frostigen Dr. Vornoff und seines hünenhaften Dieners Lobo. Sie werden abgewiesen und stolpern direkt in die Arme eines Riesenkraken, der noch dazu atomar verseucht ist. Polizei und Presse schalten sich ein.

70 Minuten Ed Wood kann man entweder als puren Trash genießen oder nach fünf Minuten ob der vielen Unzulänglichkeiten abschalten. Darüber sollte man sich als potenzieller Zuschauer am besten vor drücken der Play Taste im klaren sein. Fans können zumindest noch einmal den Ur-Dracula Bela Lugosi genießen, der wenige Monate später an seiner Drogensucht die Bühne des Lebens verlies.
Hier gibt er den verrückten Wissenschaftler mit dem sympathischen Hobby die Weltherrschaft mittels atomar mutierter Supermenschen zu erringen. An den technischen Details hapert es jedoch, so daß immer wieder die Leichen der gescheiterten Experimente entsorgen muß, da ist es schon praktisch das quasi nebenan ein See mit einem Riesenkraken liegt (sind das nicht eher Salzwasserbewohner?), dem man die Kadaver verfüttern kann. Die steigende Zahl der Vermißten fällt irgendwann auch den örtlichen Cops, die sich sonst eher mit Vogeldressur beschäftigen, und Reportern auf, die sich an die Ermittlungen zum alten Haus im Sumpf aufmachen.
Die Story zieht natürlich im Grunde keine Wurst vom Teller, aber wer hat dies ernstlich erwartet? Wenn Lugosi und sein stummer Diener Tor Johnson sich durch schlecht gezimmerte Kulissen bewegen, an Apparaturen rumspielen die das Bügeleisen aus Raumschiff Orion wie einen authentisch funktionellen Steuerknüppel aussehen lassen dann ist das schon großes Impro-Kino. Vom konfusen Storytelling und dem billigen Gummimonster gar nicht erst zu reden.
Von Horror aus heutiger Sicht kann man bei dem lustigen Treiben natürlich nicht mehr reden. Vielmehr ist das ganze eine große gefilmte Konfusion eines Regisseurs, der seinen bescheidenen Ruf nun wirklich nicht zu unrecht trägt. Es ist aber wie es ist, wer Ed Wood Filme mag ist hier gewohnt richtig, wer nicht kann sich das Anschauen locker schenken. Seine Filme werden wohl auf ewig eine Glaubensfrage bleiben.
5/10

Details
Ähnliche Filme