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Ein Schundbeitrag vom angeblich schlechtesten Regisseur aller Zeiten. Viele Neugierige gehen nach Tim Burtons ED WOOD mit einer völlig falschen, ja fast romantischen Erwartungshaltung an diesen Film heran, aber das ist bereits zu viel der Ehre. So sind etwa die sagenumwobenen Szenen mit dem unbeweglichen Oktopus, bei dem der Motor für die Tentakel beim "Ausborgen" vergessen wurde und dessen Opfer sich nun selbst mit den Greifarmen einwickeln müssen, nicht halb so lustig wie erhofft. Und was wäre ein echter Wood ohne titanische Logiklöcher, viele kleine Patzer und einer lachhaft improvisierten Ausstattung? So brennt im angeblich verlassenen Haus ständig Licht und das Geheimlabor ist dekoriert mit einem Kühlschrank, einer Spülmaschine und einem Elektrogrill. Zudem überbieten sich Bela Lugosi als Mad Scientist und Tor Johnson als sein Igor gegenseitig an theatralischem Overacting, zumindest hat Lugosi dabei eine gewisse Klasse.
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Ed Wood´s erster Beitrag zum phantastischen Film: Bela Lugosi (kurz bevor er sich selbst in eine Entziehungsanstalt einweisen ließ) spielt den mad scientist der eine Rasse von Übermenschen erschaffen will. Soviel zur Handlung. Für jede Menge Lacher sorgen dabei u.a. Schauspieler mit dem Talent von Handpuppen, eine Gummi-Krake, Küchenutensilien zur Schaffung der Superrasse und hanebüchene Dialoge. Fazit: Neben "Plan 9 from outer space" eine weitere Perle des billigen und unfreiwillig komischen Trashfilms. Ein echter Ed Wood eben.