Review

Imprint

Review von der Folge 13 "Imprint" von Takashi Miike

Nachdem ich von der Serie "Masters of Horror" gehört hate, schlug mein altes Horrorfanherz deutlich höher, nur um wenig später einen gehörigen dämpfer zu erhalten als ich hörte, dass die Serie in Deutschland (wo auch sonst ?) nur als geschnittene Variante zu haben sein wird.
Da ich dann auch noch hörte, dass der Beitrag von Japans enfant terrible Takashi Miike sogar für das amerikanische Fernsehen zu hart sein soll, wurde mir im Hinblick auf die deutsche Veröffentlichung gelinde gesagt nur noch schlecht!

Als ich jetzt aber die Möglichkeit bekam, den Film völlig uncut im englischen TV zu sehen musste ich natürlich sofort zuschlagen.

Kurz zur Story:
im Japan des 19. Jahrhunderts sucht ein amerikanischer Mann nach seiner grossen Liebe, die ihm leider abhanden gekommen ist.
Auf seiner Suche kommt er auf eine Insel, die im Grunde nur ein Bordell ist, das von einer sadistischen Oberhure und einem vor sich hingammelnden Zwerg geleitet wird.
Nachdem er auch hier nicht fündig wird, beschliesst er, die Nacht auf der Insel mit einer der Angestellten zu verbringen.
Diese (völlig entstellte) Dame erzählt Ihm, dass seine Freundin auf der Insel war, jetzt aber Tod sei.
Im weiteren verlauf des Films erzählt Sie Ihm in einigen varianten, wie es dazu kam und je weiter der der Film foranschreitet, desto miikemäßiger (abgedrehter) wird er .....

Als jemand, der normalerweise nicht allzu viel mit Takashi Miike anfangen kann (ist mir meistens zu wirr) habe ich nicht allzu viel davon erwartet, aber ich muss schon sagen, was hier geboten wird, ist schon mal gar nicht schlecht.
Spätestens nachdem mann die Folterszehne gesehen hat (kommt vom Härtegrad ziemlich nahe an "Guinea pig: The Devil´s Experiment" ran), beginnt mann dann doch zu verstehen, warum es die Folge nicht ins TV geschafft hat, was alledings nicht heisst, dass ich es auch nur ansatzweise nachvollziehen kann, warum sie auf einer DVD gekürzt sein sollte!

Als Fazit kann ich sagen, dass es ein sehr harter Film geworden ist, den sich nur Leute anschauen sollten, die wissen, was da auf sie zukommt (wenn Ihr die Möglichkeit habt, schaut Euch den Film auf englisch an, was da Mr. Miike fast nur japanische Schauspieler gewählt hat, die nahezu kein englisch sprechen seinesgleichen sucht ;-)) )

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