Right To Die
(Splendid)
Neben einigen alten Bekannten tauchen unter den Regisseuren der zweiten Staffel der Erfolgsserie Masters of Horror auch neue Mitstreiter auf. Nach Peter Medak (The Washingtonians) serviert uns Rob Schmidt mit Right to Die seinen ersten Beitrag nach seinem Erfolgsfilm Wrong Turn. Die vorliegende Folge Right to Die ist in der zweiten Staffel eine der derberen Vertreter, zeigt sie doch recht blutrünstig die Folgen eines folgenschweren Autounfalls. Nachdem Abbey Addison (Julia Anderson) die Untreue ihres Ehemannes Cliff (Martin Donovan) bemerkt hat, steuert die schon in der Krise steckende Ehe stetig auf ihren Endpunkt zu. Auf einer Autofahrt jedoch kommt es zu einem schweren Unfall, bei dem er nahezu unverletzt, seine Frau jedoch schwerste Verbrennungen davonträgt. Ab diesem Zeitpunkt liegt sie voll bandagiert in einem komatösen Zustand im Krankenhaus, und es kommt seitens des Mannes die Diskussion auf, die lebenserhaltenden Maschinen endgültig abzustellen. Plötzlich jedoch häufen sich mysteriöse Vorfälle, wird Cliff von geisterhaften Erscheinungen heimgesucht und ereignen sich tödliche Unfälle im näheren Bekanntenkreis. Right to Die bietet einige Schauwerte, einige sehr gelungenen Goreszenen und wohldosierte Schockmomente, jedoch ist die Geschichte trotz zahlreicher Wendungen nicht so gelungen wie einige andere Episoden der Reihe. Da können auch die guten und zum Teil sehr offenherzig agierenden Schauspieler nicht viel retten. Was der Geschichte fehlt ist der bissig morbide Witz, den zum Beispiel Episoden wie The Washingtonians oder Pelts besitzen. Auffallend gute Effekte und sehr gelungene Masken lassen über dieses Manko jedoch hinwegblicken, so dass der Unterhaltungswert trotz der fehlenden Finesse hoch ist.
Die vorliegende Fassung aus dem Hause Splendid bietet wieder eine gelungene Veröffentlichung in einem ansprechenden Steelbook. Als Bonusmaterial spendierte man der DVD einen Audiokommentar, eine Trailershow und Features über die Effekte und die Entstehung der Episode.
Fazit: Right to Die erinnert extrem an die alten EC – Comics, beziehungsweise deren filmischen Pendant Tales from the Crypt. Eine böse Grundgeschichte wird mit einigen Wendungen versetzt, dass Ganze wird garniert mit sehr blutigen Effekten und gewürzt mit einer makabren Schlusspointe. Kein Geheimtipp, aber gute, grundsolide und kurzweilige Unterhaltung.
CFS