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The Washingtonians / 2. Staffel

USA: Mike Franks (Johnathon Schaech) fährt mit seiner Frau Pam (Venus Terzo) und Tochter Amy (Julia Tortolano) zum Haus seiner Großmutter Josephine. Diese ist nämlich gestorben und Mike will den Hausrat der alten Dame auflösen. Bei der Hausübergabe lernen Mike und seine Familie Samuel Madison den Dritten (Myron Natwick), einen netten aber etwas exzentrischen älteren Herren, kennen. Samuel war ein alter Freund von Franks Großeltern und kann nur das Beste über sie berichten.
Durch eine (un)glückliche Fügung des Schicksals entdeckt Mike in Keller des Hauses einen in einem Gemälde von George Washington versteckten Brief sowie eine Gabel (gefertigt aus einem Menschenknochen). Verfasser des Briefes: George Washington höchstselbst.
Und in eben diesem Dokument outet sich der erste Präsident der vereinigten Staaten von Amerika in blumigen Worten als Kannibale.

Als Mike und seine Familie zur Beerdigung seiner Großmutter kommen lernen sie weitere alte Bekannte Josephines kennen, u. a. Nancy Arnold (Esme Lambert) und Jared Barkish (Abraham Jedidiah) die sich ziemlich seltsam verhalten (besonders aus der Sicht von Amy). Mike zeigt Samuel den Brief worauf dieser dazu rät das Dokument ihm zu überlassen da er da einen Sammler, der sich für solche Dinge interessiere, kenne.
Mike lehnt ab: Wenn der Brief echt sei müsse das Volk die Wahrheit über Washington erfahren. Doch schon kurz darauf werden Mike und seine Familie von komisch gekleideten Männern verfolgt, die u. a. im Haus der Franks ein noch pochendes Herz hinterlassen. Mike kontaktiert dann auch einen alten Freund um Licht ins Dunkel zu bringen: Prof. Harkinson (Saul Rubinek), Experte für Geschichte.

Als dieser den Brief zu Gesicht bekommt klärt er Mike auf: Der Brief ist echt und die Männer die die Famile bedrohen sind Washingtonians, eine verschworene Gemeinschaft die Washingtons Vermächtnis bewahrt.
In anderen Worten: Eine kostümierte Gruppe kannibalistischer Psychopathen die Mikes Familie als nächstes auf den Speiseplan gesetzt haben... .

Meinung: The Washingtonians ist ein echter Genuss für Freunde des Horrorkinos.

Der Soundtrack zum Film stammt von Richard Band (Bruder von Charles Band(Full Moon)), die Effekte lieferten u. a. Howard Berger und Greg Nicotero und sämtliche Darsteller liefern eine gute Performance.
The Washingtonians vermischt Verschwörungstheorien und Kannibalismus (siehe Texas Chainsaw Massacre) zu einer netten kleinen Horrorperle die von der Atmosphäre auch vollkommen überzeugt Mit eine Laufzeit von ca. 55 Minuten kommt der Film auch schön kurz und knackig daher.
Als Vorlage für den Film diente eine Kurzgeschichte von Bentley Little (Haunted, Böse, Furcht) bei der der Film am Ende nur gering von der literarischen Vorlage abweicht.

Mit den Washingtonians, die sich wie zu Zeiten ihres Vorbildes kleiden und bleich geschminkt blutige Fressorgien abhalten, kriegt der Zuschauer es hier mit richtig fiesen Gesellen zu tun.
Denn im Gegensatz zum geistig labilen Leatherface und seiner Sippe aus dem original Blutgericht in Texas sind die Schurken in Peter Medaks Film eine straff organisierte Gruppe die über Generationen hinweg den Genuss von Menschenfleisch frönt.
Besonders die Szene als Mike und seine Familie gefangengenommen und zum Hauptquartier der Organisation gebracht werden, wo gerade ein Gelage abgehalten wird, ruft doch schon Assoziationen zur Dinnerszene in Texas Chainsaw Massacre hervor.

Zur dt. DVD:
Die Synchronisation ist sehr gut und die DVD beinhaltet zahlreiche Extras (u. a. Audiokommentar vom Regisseur).

Fazit: Freunde des Horrorgenres und allen anderen Interessierten kann ich diesen Film nur wärmstens empfehlen.
P. S.:
James Bond vs. The Washingtonians wäre eine echt genial-abgedrehte Filmidee. (10/10)

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