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Ein Stück "Exploitation" - oder was die Menschen in den prüden, unaufgeklärten 50ern dafür hielten. Zuvor hatten Berichte über die erste geglückte plastische Geschlechtsumwandlung die Öffentlichkeit verstört. Der Film macht sich gar nicht erst die Mühe, zwischen Transvestitismus, Transsexualität, Homosexualität und echten Perversionen zu differenzieren, und haut alles, was damals als "abwegig" und befremdlich angesehen wurde, in einen Topf. Gleichzeitig ist das Ganze auch nur ein Vorwand für Regisseur Ed Wood, der selber bekanntermaßen gerne in Frauenkleidern rumlief, seiner Vorliebe für blonde Perücken, Röcke und Kaschmirpullover zu frönen. Bela Lugosi in seiner Funktion als eine Art unheilvoll sprechender, beinahe Dracula-artiger Präsentator ist vollkommen fehl am Platze und trägt höchstens weiter zur wirren, fiebertraumartigen Erzählweise bei.