Review

Das Spiel der Macht - Ein Polit-Drama der Mittelklasse.

Der Trailer des Films liess uns ein Meisterwerk erwarten. Als jedoch die ersten Kritiken einprasselten trat Ernüchterung zum Vorschein. Daß es sich bei dem Film wieder mal um ein Remake handelt erfuhr man dann auch. Das Interesse an dem Werk verflog..
Nun endlich als Fernsehausstrahlung im Pay-TV nachgeholt kann ich jedoch den Kritiker-Verrissen nicht wirklich widersprechen.
Formal kann man dem Film nichts vorwerfen. Als Geschichte um Moral, Loyalität, Machtmissbrauch, Grauabstufungen zwischen Recht und Unrecht sicher ein immer noch aktueller Stoff.
Sean Penn spielt kraftvoll. Seine Gestik mag übertrieben wirken, aber ist doch Teil der Rolle und soll klarmachen wie sehr dieser Mann die Massen begeistern kann und aufrüttelt. Jude Law, James "Tony Soprano" Gandolfini, Kate Winslet und Anthony Hopkins spielen nur solide. Die 40/50er Jahre Atmosphäre ist schön anzusehen, stilvoll und ästhetisch. Die blasse Farbgebung unterstützt die Bildsprache sehr gut und trägt zum Retro-Flair bei. Was dem Film allerdings fehlt ist letztendlichj das Miteinbeziehen des Publikums. Das Emotionale kommt zu kurz. Man fiebert nie wiklich mit. So bleibt man am (dramatischen) Ende ein bisschen unbeeindruckt zurück und fragt sich, was Einem das Ganze jetzt wirklich gebracht hat..
Einzig die gescheiterte Liebe zwischen Law und Winslet versprüht ein wenig Emotion. Jedoch fragt man sich wieso? Wieso musste sie scheitern. Weil Law Angst davor hat, daß sich Etwas ändert? Das ist einfach nicht wirklich nachvollziehbar..Schade! Die Innenansichten der Charaktere bleiben weitestgehend im Verborgenen. Auch erfährt man oft nicht in welcher Beziehung die einzelnen Figuren zueinander stehen.
Trotz Allem aber doch ein Film, den man sich mal ansehen kann. Jedoch stand mir hier die Erwartungshaltung durch den Trailer und der genialen Besetzung im Weg..

Ich gebe 6,5/10

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