3
Puppen in allen Variationen, aber letztlich ist es mit Charles Band immer das Gleiche. Welche notdürftig animierte, kleine Gestalt aus Holz da nun einen Menschen mit einer Klinge piesackt, ob es nun einer von André Toulons Helferlein ist oder nicht, es ist doch Jacke wie Hose. Ohne wirklich ein sinnvolles Motiv zu haben buddeln sich die paar verscharrten Püppchen frei, nur um in einer tristen Bude ein bisschen Terror in Mini-Ausgabe auf eine handvoll hohle Teenager auszuüben. Angesichts der Band'schen Billigmachart lernt man im Nachhinein die Einsätze von Chucky oder Jason mit ihren Production Values noch einmal ganz anders zu schätzen! Band hingegen ist nur in seiner eigenen kleinen Welt gefangen, die aufgrund schwindender Ressourcen sogar noch immer weiter schrumpft. Fazit: Nur noch für den ganz harten Kern von Full Moon Komplettisten und jenen Mörderpuppen-Fanatikern, die restlos alles gesehen haben müssen.
5
"Doll Graveyard" könnte locker ein Gegenstück zu den berüchtigten "Puppet Master"-Filmen sein, macht dafür jedoch zu viele Fehler. Angefangen bei den billigen Effekten und der kaum vorhandenen Handlung bis hin zu den, den menschlichen Verstand beleidigenden, Logikfehlern. Zudem schafft es dieser Streifen aus dem Hause Full Moon Features trotz seiner angenehm kurzen Laufzeit von ungefähr sechzig Minuten, wenn man Vor- und Abspann nicht mitrechnet, abgrundtief langweilig zu sein. Dies liegt vor allem daran, dass sich Charles Band zu viel Zeit nimmt, die klischeebehafteten und durch die Bank unsympathischen Charaktere vorzustellen. Dafür lässt sich Band etwa die Hälfte des Filmes Zeit. Zugutehalten kann man dem Film jedoch das Puppen-Design, welches hervorragend ausgefallen ist. Zudem wird der Film, sobald er Fahrt aufnimmt, sogar leidlich spannend. Getrübt werden diese positiven Eindrücke leider durch die zahlreichen Logiklöcher und die Langatmigkeit der ersten halben Stunde.