Review

Wer bei "Verhandlungssache" Action am laufenden Band erwartet, liegt völlig falsch. Nach dem schweißtreibenden Beginn schlägt der Film erstmal leisere Töne an, richtig langweilig wird er jedoch nie. Das liegt zum einen am genialen Drehbuch, welches dem Zuschauer immer wieder falsche Fährten vorgibt und am perfekten Zusammenspiel der Superstars Jackson/Spacey. Wie schon gesagt: Action gibt es selten zu bewundern, wenn es kracht, dann aber richtig.

Am großen Wurf schrammt der Thriller dennoch vorbei: Einige Nebenrollen wurden zu klischeehaft besetzt. Schon am Gesichtsausdruck einiger Schauspieler erkennt man, wer letztendlich Dreck am Stecken hat. Außerdem ist das Verhalten beider Hauptdarsteller an einigen Stellen äußerst unglaubwürdig: Als sich Samuel L. Jackson ans Fenster stellt und schreit "Schießt doch, wenn ihr mein Blut wollt" musste ich eher lachen.

An der schauspielerischen Leistungen der Hauptdarsteller gibt es nichts zu meckern: Samuel L. Jackson zwar etwas an der allzu quietschenden Synchronstimme zu leiden, aber sein Auftreten ist perfekt wie in allen anderen Filmen mit ihm.
Kevin Spacey ebenfalls makellos wie immer. Seine psychologischen Wortgefechte mit Jackson sind Höhepunkte des Films.
Die Hassfigur des Films gibt J. T. Walsh mit einer unglaublichen Wirkungskraft.

Fazit:
Gute Unterhaltung, aber kein Meisterwerk. Der Plot ist intelligent, jedoch wirkt einiges sehr unrealistisch und die bösen Figuren sind allzu leicht durchschaubar. Spannend bleibt es jedoch (auch ohne viel Action) immer.

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