Es handelt sich hierbei um das dritte Regiewerk von Regisseur Andrzej Sekula, welcher sich u.a. auch für „Cube 2“ verantwortlich zeigte. War letzterer schon ein nur bedingt guter Streifen, so geht in diesem Fall die Tendenz leider nach unten.
Die Story an sich mag sich an sich ja ganz vielversprechend anhören:
Zum einen wäre da Ex-Junkie Daphne, welche sich um Tom kümmert, der aufgrund eines Traumas an einem instabilen Gedächtnis leidet. Tom´s Vater, ein Sekten-Guru behält die 100.000 Dollar Pflegekosten für Tom, so dass sich Daphne kurzerhand Tom´s Schwester als Geisel nimmt und durch Erpressung versucht das nötige Geld für Tom´s Medikamente aufzutreiben.
Des weiteren wäre da noch ein ziemlich durchgeknallter Dr., welcher von seiner Frau rausgeworfen wurde, da sich diese wiederum dem eigenen Geschlecht zugewandt hat und ab sofort für Ihren Ehemann keine Verwendung mehr hat. Unterwegs greift er jedoch eine obendrein recht attraktive Nymphomanin auf.
Zu guter letzt wäre da noch die vom Sekten-Guru engagierte Killerin. Und alle Weg bzw. Schicksale lassen sie in einem Motel aufeinander treffen.
Die Hoffnung des Betrachters das all diese drei Handlungsstränge irgendwann einigermaßen gut ineinander übergehen, ist leider vergebens. Zu plump und einfach das ganze – in keinster Weise ein Vergleich zu Meisterwerken wie z.B. „21 Gramm“, welcher dies ja z.B. hervorragend verstanden hat.
Man hätte aus dem gesamten Material einen zumindest durchschnittlichen Film machen könne, soviel steht fest. Nur leider ist irgendwie alles so richtig lustlos und an Inhaltlicher Tiefe mangelnd aneinandergereiht. Man erfährt weder genaueres über die einzelnen Charaktere, noch sucht man vergebens nach einem Sinn des ganzen. Die Inszenierung ist sehr schleppend und auch Kameratechnisch keinesfalls was besonderes.
Der Film ist zum Teil wirklich nervig –im absolut negativen Sinne. Die Dialoge sind einfach nur dumm, die Umsetzung des ganzen Langweilig. Der Film ist weder ein Thriller, noch ein Drama. Er verbringt viel Zeit damit, sich mit dem Thema Sex zu beschäftigen, in ersten Linie durch die absolut Nervtötenden Dialoge des Herrn Doktor, welcher sich ja später im Vollsuff von den Vorteilen bzw. Gegebenheiten des eigenen Geschlechts überzeugen lässt – einfach nur dämlich das ganze.
Die Darsteller reihen sich dabei perfekt in das gesamte Bild ein. Keiner der gesamten Akteure versteht es irgendwie etwas Schwung in die ganze Sache zu bringen. Sogar Meat Loaf hat es hierbei zu einer eigenen, wenn auch etwas kurzen Rolle geschafft. Der einzig annähernd gut agierende Darsteller dürfte wohl Billy Zane sein, dessen Part als Marvin leider sehr kurz geraten ist.
Alles in allem ist „Pleasure Drivers“ ein Film den man wirklich nicht gesehen haben muss. Inhaltlich total flach und obendrein schlecht inszeniert mit zum Teil miesen Darstellern. Ein Film den man besser vor Ende des Abspanns bereits wieder vergessen haben sollte.