"Der Champion repräsentiert den ultimativen Krieger – Was der Unsterblichkeit am nächsten kommt". (Sylvester Stallone)
Inspiriert von dem Kampf zwischen Muhammad Ali und Chuck Wepner, schrieb Stallone das herausragende Script zu "Rocky" (was zusammen mit Oliver Stones "Wie ein wilder Stier" zu den besten Boxfilmen aller Zeiten zählt) und gab sich auch keine Blöße den Titeltragenden Held mit einer beeindruckenden Performance aufs Parkett zu legen.
Rocky Balboa (absolut grandios: Sylvester Stallone) ist ein begnadeter Boxer. Doch der Weg zum ganz großen Ruhm und dem Geld blieb dem ehrgeizigen Amateur-Boxer immer verwehrt. Als armer Fabrikarbeiter muss er ein schäbiges Dasein fristen. Doch da geschieht plötzlich das Unglaubliche: Rocky erhält die Möglichkeit, gegen den Schwergewichtsweltmeister Apollo Creed (Carl Weathers) anzutreten. Was eigentlich als PR-Gag geplant war, entpuppt sich als brutaler und gnadenloser Kampf, denn der ehrgeizige Rocky hat hart trainiert und will sich die Chance seines Lebens von niemandem nehmen lassen.
"Rocky" ist die einfache Geschichte eines armen Mannes, dem das Schicksal kein gewöhnliches Leben beschert, denn für ihn ist der Griff nach den Sternen bestimmt.
Die Geschichte selbst ist zwar nicht unbedingt neu, aber für das Hollywood der 70er Jahre war es ungewöhnlich, ein altmodisches "Feel-Good-Movie" herauszubringen, denn die Filme in dieser Zeit waren eher unkonventionell und in ihrer Grundbestimmung gegen das Establishment gerichtet. Der Film ist zwar als Märchen zu bezeichnen, doch die Charaktere wirken verdammt echt und lebendig, weil sie aus dem wirklichen Leben gegriffen sind.
Ausschlaggebend für diesen realistischen Touch war ganz klar Sylvester Stallone, der damals ein arbeitsloser Schauspieler und Drehbuchautor war, und der durch seinen Glauben an sich selbst 1976 über Nacht aus dem Nichts auftauchte und mit "Rocky" zu einem weltberühmten Star aufstieg. Er spielte nicht nur die großartige Hauptrolle des Rocky Balboa, sondern schrieb auch das fantastische Drehbuch. Danach war Stallone erst der Dritte in der Filmgeschichte der prompt eine Oscar-Nominierung als bester Hauptdarsteller und als Drehbuchautor erhielt (vor ihm gelang dies übrigens nur Charlie Chaplin und Orson Welles).
Der große finale Schlusskampf der über 15 Runden zwischen Rocky und Apollo geht, wurde von Stallone zudem noch selbst choreographiert. Ein großartiger Fight, bei dem die beiden Hauptprotagonisten Sylvester Stallone und Carl Weathers die Grenzen des Schmerzes überschreitet haben, der für mich der größte Kampf aller Zeiten in der Boxer-Filmgeschichte darstellt. Der kultige und beliebte Score trägt ebenfalls viel dazu bei dass diese grandiose Heldengeschichte zurecht eines der bedeutendsten Filme überhaupt ist.
Sylvester Stallone ("Cliffhanger", "Rambo") zeigt in der Rolle des niemals aufgebenden und stets ehrgeizigen Boxers Rocky Balboa eine schlicht und ergreifend überragende darstellerische Top-Leistung – Seine Paraderolle, die er sich selbst mit seinem eigenen Script geschrieben hat. Carl Weathers zeigt als arroganter Boxweltmeister Apollo Creed ("Predator", "Action Jackson") eine klasse Leistung, kommt aber dennoch nicht an den meisterhaft aufspielenden Stallone heran. Als Rockys Freundin Adrien kann Frances Ford Coppolas Schwester Talia Shire ("Der Pate 1-3") überzeugen. Auch hervorragend agieren Burt Young ("Rocky II", "Es war einmal in Amerika") als Adriens versoffener Bruder Pauly und Burgess Meredith ("Der Tag der Heuschrecke") als Rockys erfahrener alter Trainer Mickey.
Fazit: "Rocky" ist die wahre Geschichte eines amerikanischen Helden und ein absoluter Meilenstein in der Boxer-Filmgeschichte, der von Regisseur John G. Avildson ("Karate Kid") grandios umgesetzt wurde und Sylvester Stallones ganz großer Triumph war - Ein packender, dramatischer und hervorragend gespielter Kultfilm!