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Der junge, ungebildete Rocky  Balboa lebt im Armenviertel von Philadelphia und hält sich mit einem schlecht bezahlten Job als Geldeintreiber sowie kleineren Boxkämpfen über Wasser. Eines Tages bekommt er die Chance seines Lebens, als der Schwergewichts-Boxchampion Apollo Creed sein Interesse an einem Kampf mit ‘The Italian Stallion’, so Rockys Kampfname, bekundet. Rocky begibt sich in die Obhut des Trainers Mickey, der ihn für diese einmalige Gelegenheit fit machen soll. Rocky will den Meister schlagen und damit nicht nur den Kampf, sondern auch das Herz von Adrian, der Schwester seines besten Freundes Paulie, gewinnen.

Mit Rocky schrieb sich Sylvester Stallone seinen ersten großen Erfolg selbst ins Drehbuch. Die Geschichte des einfachen Mannes, der seine große Chance bekommt, wurde das Maß aller Dinge des Boxer- und im Prinzip des ganzen Sportfilmgenres. Glaube an dich, trainiere hart und du kannst alles erreichen lautet das Motto. Diese einfache Idee wurde sehr gut umgesetzt, unterstützt durch einen klasse Soundtrack bleibt vor allem die eindrucksvolle Trainingsmontage im Gedächtnis haften. Morgens rohe Eier essen, Treppen hochjoggen und nachmittags Rinderhälften verprügeln wird immer mit dem Namen Rocky in Verbindung bleiben, ebenso wie der verzweifelte Adrian Ruf am Ende des Weltmeisterschaftskampfes.
Boxen ist aber nur ein Teil des Films. Rocky hat genau zwei Kämpfe, einen zu Beginn mit der beeindruckenden Siegprämie von 40 Dollar und natürlich den großen Fight gegen Apollo Creed zum Ende hin. Bis dahin wird auch stark der Mensch Rocky ins Visier genommen. Die ärmlichen Verhältnisse in seiner Bruchbude ebenso, wie Liebesgeschichte mit der schüchternen Tierhandlungsverkäuferin Adrian bis hin zu den Auseinandersetzungen mit seinem Coach, die ebenso in einer tollen Szene gipfelt, als dieser Rocky seine Dienste zum großen Kampf wider anbietet.
Dies wird alles sehr einfühlsam und nachvollziehbar geschildert, ebenso wie der Showdown gegen Creed. Die Kampfeinlagen sind hart und auch sehr lang. Beide sehen am Ende aus wie geklopfte Schnitzel und, großes Kompliment an die Macher, der Ausgang ist nicht so, wie in wohl etwa 90 Prozent aller ähnlich gelagerten Geschichten. Die Darsteller leisten prima Arbeit, wenns nach mir ginge hätte man die Love Story etwas straffen können, aber mehrere Oscars geben dem Film schließlich Recht. Für Stallone war es das Sprungbrett zu einer erfolgreichen Karriere und auch Rocky bringt es ja auf mittlerweile 6 Filmeinsätze. Kann man nur empfehlen.
8/10

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