Review

kurz angerissen*

erstmals veröffentlicht: 13.10.2013

Wenn es den perfekten Mantel- und Degenfilm gibt, „Die Drei Musketiere“ kommt diesem wohl recht nahe. Gene Kellys D’Artagnan startet als Trottel in einer Slapstick-Komödie und wacht auf in einem unbehaglich ausgeleuchteten Drama. Den radikalen Genre-Wandel, den George Sidney dabei wagt, bekommt man als Zuschauer nicht einmal bewusst mit; dem Regisseur gelingt es oft in nur wenigen Sekunden, die Stimmung komplett umschlagen zu lassen, ohne dass dies als störend auffallen würde. Behilflich sind ihm dabei das Spiel mit Schatten und dank Technicolor auch Farben oder auch schnelle Einschübe von vorzüglich choreografierten, artistisch äußerst sehenswerten Fechtsequenzen, an deren penibler Umsetzung sich mit Sicherheit später auch der Eastern-Kampfsportfilm orientiert hat. Ob Kamera, Schauspieler, Regie oder auch das unerwartet vielschichtige Drehbuch, „Die Drei Musketiere“ spielt in jeder Kategorie in den obersten Rängen.

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