Review

aaaaahhhhhh... "Escape to Athena"! Definitiv kein Film, an dem sich die Geister scheiden. Denn wer hierbei geistigen Anspruch mit auf die Couch nimmt, der hat eh schon verloren.

Das fängt schon bei den Schauspielern an: geradezu herrlich, das Anti-Schauspiel von Telly Savalas und Richard Roundtree, herrlicher noch, der amüsant-peinliche Auftritt von Roger Moore, am herrlichsten jedoch, die "in your face"-Komik von Elliot Gould (ganz besonders toll: sein prophetischer Volkswagen-Witz). Wer hier Ernsthaftigkeit erwartet, wird mit Oberflächlichkeit bestraft - keine emotionale Tiefe, kein logischer Plot. Dafür Unterhaltung pur.

Nach einer der komischsten Gefangennahmen der Kriegsfilm-Geschichte - unter einer Mumie von Badetüchern kommt der Zigarre qualmende Richard Roundtree zum Vorschein - hecken verschiedene Insassen mit verschiedenen Interessen einen reichlich perfiden Plan aus: Elliot Gould & Co. wollen in das im Kloster von Athena versteckte Gold ran, Telly Savalas will die Nazis von dort aus aus seiner Stadt treiben und dem Alibi-Nazi Roger Moore ist das Alles gar nicht mal so unrecht.

Freilich geht dabei allerlei zu Bruch: mit einer tollen Schießerei fängt die Action an, mit einer klasse gefilmten Verfolgungsjagd auf Motorrädern geht sie weiter und mit dicken Explosionen hört sie auf. Und wenn dann der Abpann nach dem unglaubwürdigsten Happy End der Kriegsfilm-Geschichte über den Bildschirm flimmert, stellt man voller Erstaunen fest, dass gerade zwei Stunden vergangen sind.

Manche Filme wollen von vorne herein keine prätentiösen Meisterwerke sein. "Escape to Athena" punktet gerade damit.

Details
Ähnliche Filme