Review

kurz angerissen*

erstmals veröffentlicht: 17.08.2014

Kaum war die Dirty-Harry-Reihe abgeschlossen, ist Eastwood auch schon im Selbstironie- bzw. Eigenparodie-Modus. Schon in der ersten Szene verarscht der harte Hund einen Kriminellen, indem er am Telefon einen Gewinnspielmoderator imitiert. In diversen albernen bis zum Schießen komischen Szenen zieht sich die Verkleidungsnummer durch den kompletten Film – mal mimt er einen Casino-Kundenfänger, dann ein debiles Landei. „Pink Cadillac“ ist also eine waschechte Komödie auf vier Rädern, natürlich mit Frau im Schlepptau (Bernadette Peters), damit es auf Tour auch genug Reibung gibt. Das Tempo ist hoch und der Tonfall mitunter fast schon hysterisch, wozu auch Eastwood selbst seinen Beitrag beisteuert, selbst wenn er immer noch gerne mit den Zähnen knirscht. Spaß macht das Ganze auf alle Fälle, allerdings wurde man ein Jahr später von Mel Gibson und Goldie Hawn mit dem ähnlich angelegten „Ein Vogel auf dem Drahtseil“ qualitativ deutlich getoppt. Da war die Chemie besser und der Plotantrieb nicht so aufgesetzt, denn der Falschgeldtransport von Eastwood und Peters geht auf einen Subplot um eine Heimatfrontbewegung zurück, der auf A-Team-Niveau steht und niemals richtig im Film ankommt.

*weitere Informationen: siehe Profil

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