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Nachdem ein junges Mädchen namens Sacha stirbt und unter unerklärlichen Umständen zu Stein erstarrt, fällt der Verdacht auf den Künstler Heino Heitz, der mit ihr eine Beziehung führte. Als man Heino Heitz im Wald an einem Baum erhängt auffindet, steht für alle fest. Er ermordete Sacha und anschliessend sich. Nur sein Vater Heitz, ein Mythenkundiger Professor, glaubt nicht an diese Umstände und sucht seine Erklärungen in Medusa, eine Gorgone, die Menschen mit ihren Augen zu Stein erstarren lassen kann. Professor Namaroff, den er um Hilfe bittet, leugnet dies und es scheint als möchte er etwas verschweigen. Nur der zweite Sohn muss bald darauf die wahre Identität der Medusa erkennen und findet sie auf Schloss Bartimore.

Der Film beginnt nahezu klassisch Hammertypisch und fährt direkt mit ins Geschehen ein. Der erste Mord, der von dem dunkel beleuchteten Schloss Bartimore ausgeht und die junge Sacha zu Stein erstarren lässt, lässt gutes erhoffen. Doch danach verkrampft sich der Film allzusehr in krampfhaften Dialogen, die immer bloss auf eines hinauslaufen. Die Lösung der Hintergründe rund um die Morde. Nachdem der anreisende Vater noch ermordet wurde, einen Brief hinterlässt indem er seinen zweiten Sohn aufklärt es handele sich um Medusa verläuft der Film in banale Krimielemente, doch zu schnell wird klar wer hinter Medusa steckt. Alle Indizien lassen erkennen, welcher Fluch hinter dem Schloss Medusa steckt, in wem sich der Fluch widerspiegelt und warum sich gewisse Personen im Dorf so krampfhaft der Wahrheit entziehen wollen. Insbesondere Professor Namaroff leugnet jede mythologischen Hintergründe, die er selbst bloss als wissenschaftlich unerklärlich abtun möchte. Die Gegenspieler, der Zuschauer und selbst er wissen zu schnell, dass sein Vergehen nahezu auffällig ist und warum er in gewissen Situationen handelt, wie er eben handelt. Hierbei möchte ich natürlich nicht zu viel verraten, das würde ja jegliche Spannung nehmen, für diejenigen, die den Film noch nicht kennen. Der Film krankt zwar an dialoglastigen Szenen, in denen wahrhaft nichts passiert ausser viel Gerede um nichts, trotzdem vermag es der Film seichte und solide Atmosphäre aufzufahren. Schuld daran ist wohl die Hammertypische Inszenierung. Schöne, Gothichorror angehauchte künstliche Kulissen, verträumte Nacht-Nebel Mondschein Bilder und ein Score der so charmant wie auch typisch klassisch darherkommt, das jeder Gothichorrorfan dahinschmelzen würde. Abzuweisen ist dem Film aber leider eben nicht, dass er endlos auf der Stelle stampft und dass immer mehr bedeutsame Charaktere eingefügt werden, macht die Sache nicht viel besser vorallem weil der eigentliche Plot bloss Raum für ordentlich Trash sorgt. Die Versteinerungen finden lediglich am Anfang und am Ende statt, Medusa und ihre ekligen Schlangenhaaren bekommen wir auch bloss zu jenen Szenen zu Gesicht, alles dazwischen wird wie gesagt begleitet von staubtrockener und lahmer Inszenierung, die so absolut nicht gruselt. Und das will oder wollte dieser Hammerschinken mit Sicherheit, wenn auch bei mir davon nicht viel übrig blieb. Mit Sicherheit einer der zwiespältigsten Filme die Hammer jemals zum Vorschein brachte. Die mystische Idee rund um die Medusensagen mag interessant klingen, die Umsetzung ist aber ungruseliger als man denn aufgrund Hammertypischen Umsetzungen glauben mag.

Fazit:
Seichter und vorallem unnötig dialoglastiger Hammerfilm mit Mythologietouch, der Krimielemente einstreut und selten wie nie gar nicht gruselig daherkommt. Aufgrund des typischen Charmes und der exzellenten Kulissen und Darstellerwahl dennoch ein glatter 6er.

Aber eben doch bloss solide. Ausreichend, wenn auch mit ein paar Längen.

6/10

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