Der dritte Film der „Dünner-Mann“-Saga“, „Another Thin Man“ läßt Nick Charles endgültig in die titelgebende Rolle rutschen.
Auch wenn die Konstruktion des Falles wieder einmal sauber ausgeführt wurde, machen sich allmählich erste Abnutzungserscheinungen merkbar. Wirklich viel Neues gibt es nicht zu entdecken, außer daß Nick und Nora jetzt Eltern sind und ihren Sohn samt Hund durch die Gegend transportieren.
Ansonsten hängt sich der Film noch näher an den zweiten Teil, wieder einmal spielt Noras Familie bzw. ihre Geschäfte in den Fall, wieder gibt es eine Reihe von Morden (drei ist immer eine stabile Zahl der Serie bisher), wieder eine Reihe von Verdächtigen und letztendlich handelt es sich wieder um ein persönliches Motiv aus der Nähe des ersten Toten, wobei die eigentlichen Verdächtigen mit dem Mord an sich nichts zu tun haben. Doppelleben und wechselnde Identitäten spielen samt Geldgier natürlich die entscheidende Rolle (im Vorgänger war es noch simple Rache), aber diesmal wirkt die Konstruktion recht bemüht und einige Schlüsse wie auch das Alibi des Mörders wirken leicht übertrieben.
Auch die finale Babyparty der Gauner hat zwar ihre Funktion, doch das leichte Gefühl der Aufgesetztheit läßt sich nicht mehr ganz unterdrücken.
Immerhin, die Chemie des Ehepaar Charles ist noch intakt und sorgt für den üblichen milden Spaß, wobei Nicks Trunksucht (seine Frau hält wie immer tatkräftig mit) inzwischen etwas in den Hintergrund rückt. (6/10)