Ein Highlight- Fighterfilm unter dem sonst so produziertem Hau-Drauf-Müll. Der Film lebt von seinen Fightszenen und den beiden Hauptdarstellern Michael Jai White und Scott Adkins.
Was man hier an kämpferichen Einlagen zu sehen bekommt ist wirklich erstklassig.Akrobatische Superlativen an gesprungen Kicks drücken sich die Klinke in die Hand.
Die Kamera ist ebenfalls Spitze und man hebt die Kampfszenarien durch Ihre Einstellung und Begleitung nochmals eine Stufe höher.
Beide Darsteller sind sympathisch, auch wenn Scott Adkins hier den Bösen mimt. Aber seine fighterrische Darstellung ist einfach am herausragendstem, da er keinen festen Kampfstil hat und Michael Jai White mehr als Boxer festgelegt ist und demnach wenig mit den Beinen in Form von Kicks/Blocks agiert.
Insgesamt sind alle Fights, welche hauptsächlich im Ring stattfinden, hochkarätig und spannend anzuschauen. Die Szenen dazwischen sind auch OK, da es hier mal den einen oder anderen Schmuzler gibt und die gelungende Gesamtatmosphäre im Gefängsnis dadurch gefördert wird.
Die musikalische Untermalung ist ebensfalls zeitgemäß und fördend ausgewählt. Unterstütz sie doch die subtile Coolnes des Films.
Ein kleines Manko gibt es doch, es fällt(fiel mir) leider doch schon beim ersten Mal Durchsehen auf, dass einige Kampfszenen ein bißchen mit der Vorlauftaste frisiert wurden. Bei der Fokosierung auf die Kämpfenden fällt es fast gar nicht auf, aber wechselt der Blick dann mal zum Publikum oder zum Kampfrichter, sind deren Bewegung dort arg schnell.
Wichtig und gelungen finde ich bei sochlen Psyeudorealdarstellung, dass ohne Seile gearbeitet wurde. Mir ist jedenfalls nichts aufgefallen.Alles wirkt natürlich und gekonnt.
Fazit:
Einer der besten Kampfsportfilme der letzten Jahre. Klasse inszeniert. Wichtig, es handelt sich hierbei um Kampfsportästhetik. Also erwartet bitte keine extremrealistisch wirkende Kämpfe. Für mich gehört er in einem Atemzug genannt mit B13 oder Toom Yum Goong(Revenge of the Warrior mit Tony Ya).
8 von 10 Punkten